RSS-Feed

Bei Ferrari Rocher muss ich immer Nissan…..

Veröffentlicht am

Willy Astor in Würzburg, im CCW!! Muss ich noch mehr sagen?? Ja, na gut, jetzt hab ich den Blog schon angefangen… 

Der Wortakrobat vom Hasenbergl gab sich und vor allem uns die Ehre. Die Franken sind ihm sogar ein eigenes Lied wert, ich sach nur “Domadndordellini in der Dubberdosn!”  Mit dem Programm zum neuen Album “Nachlachende Frohstoffe” tourt er durch Deutschland. Danke hierfür!! Nachdem das heute das dritte Mal war, dass ich ihn gesehen habe und definitiv mehr als einen Gag fast  auswendig mitsprechen konnte, fällt der Post natürlich sehr positiv aus… Ich hoffe mal, der Rööö sieht es nicht anders, wir haben, denke ich beide sehr herzlich gelacht… Leider hat der Herr Astor den Erfolg vom FC Bayern München nicht mit dem Tourplan koordinieren können und bat daher das Publikum um Updates vom Spiel… na gottseidank hat Bayern dank Ribery und ich vermute mal Gomez gewonnen…. Kleiner Erfolg am Rande, das Gegentor hat der gute Herr Ozil reingemacht… der Schlingel… 

Wer Willy Astor kennt, weiss, dass sich der Humor seiner Wortspiele auf dem schmalen Grat zwischen feinsinnig und durchdacht und brachial-zotig bewegt… Ich stell mir grad den Röö vor, der morgen beim Bäcker was von Kaulquappensocken vor sich her trällert… Oder auch mich selbst, wenn ich morgen bei der Hausordnung (Kehrwoche) was vom Froschfotzenleder murmle… 

Doch Astor kann auch anders, er ist ein wirklich begnadeter Musiker, was er in seinem Zweitprojekt “Sounds of Islands” sehr gut unter Beweis stellt, ein Teil des Programms besteht auch aus einer solchen Zugabe (“Nautilus” – reinhören!). A propos Zugabe, ne knappe Stunde Zugabe, da sagste nix mehr…

Was Astor für die meisten Zuschauer, also auch den Rööö et moi, etwas suspekt macht, ist seine Vorliebe, in den ersten Reihen fröhlich mit dem Publikum zu plaudern und so charmante  Sätze wie: “Das Oberteil sollten sie behalten, das kommt wieder mal in Mode!” loszulassen… Diesmal allerdings hat er es sowas von getroffen…. Sitzt doch in der ersten Reihe eine Mitarbeiterin einer der bekanntesten, wenn nicht DER bekanntesten Discothek in Wü mit ihrem “Cousin”, was Astor zu einer Überlegung über Geschwisterliebe anregt… Nein, es geht noch weiter, das Musikspektrum abgefragt (Techno – oder wie schreibt man das nochmal?) bemüht Astor sein funkelnagelneues Keyboard, bei dem sich jeder fragt (also ich…), ob da der Lambada auch drauf ist…. ;) … Und zaubert aus dem Ding die dollsten Rhythmen… Unglaublich witzig.. 

Egal, Astor gibt sich Mühe, seinem Publikum ausser den alltagserhellenden Albernheiten auch noch lebenspraktisches mit auf den Weg zu geben: Was muss Mann tun, um ein schönes Leben zu haben??

Einfach, aber genial: “Happy Wife, Happy Life!” – oder anders, wenn der Mann die Olle glücklich macht, gehts ihm auch gut…. ;-)  

Tja, again what learned….. 

Wie auch immer, es war einfach ein sehr sehr lustiges, unterhaltsames Programm, wie man es von Astor kennt, Wortspielereien, die geklauten Hits, die schöne Musik, das Mit-Einbeziehen des Publikums… alles wie gewohnt, und doch neu, bekannt und unbekannt gleichzeitig… 

Wer Astor nicht kennt, sollte sich zumindest ein paar Sachen anhören, aber: hin-hören ist angesagt. Wer ihn kennt, dem sei gesagt, er / sie hat was verpasst!! (CD ist m.E. kaufenswert)

Ich schliesse mit einem herzlichen “Pffff!” 

 

Hallo ihr Pimpfe!!

Veröffentlicht am

Hallo ihr Pimpfe!!

Doppelte Portion Nazis an diesem Freitag, den 13. Oder so?? Nun ja, sollte wohl so sein. 

Also, Nazis in Space, on the dark side of the moon?? Klingt absurd, ist aber so, zumindest in einem grandios lustigen Film eines finnischen Regisseurs, Timo Vuorensola. Und gottseidank schafft es Vuorensola, die Nazis mitsamt der ganzen Ideologie so der Lächerlichkeit preiszugeben, dass sich der Kinobesucher kaum noch vor Lachen halten kann. Indem er den Nachrichtenstabsunteroffizier (oder so) Adler und die herrlich naive Renate Richter (Drehbuch basiert auf einem Roman, sollte man sich reinziehen, der Fakten wegen) die Wiederwahlpropaganda für die Präsidentin der Vereinigten Staaten der Amerikas, die übrigens einer Sarah Palin nicht ganz unähnlich ist, machen lässt, führt er dem Zuschauer den manchmal nötigen Spiegel vor Augen…. 

Wie eine Mitkinogängerin treffend bemerkte, dürfte der Film in den USA nach einem Tag abgesetzt werden, was nicht nur für die Humorlosigkeit der Amerikaner spräche, sondern auch… naja, lassen wir das…. 

Fazit zum Film: ANSCHAUEN!! LACHEN!!! (und ein bisschen nachdenken…. ) 

Aber zum eigentlichen Anstoss des Blogposts: Heut uffe Erbett. Also, ich wusste jetzt ja schon seit ein paar Jährchen, dass unser Kundenklientel, nun, wie sag ichs möglichst neutral, zum Teil geistig herausgefordert ist. Aber was heute passiert ist, hat mir persönlich echt den Vogel rausgehauen.

Nun, es war eine Situation, wie sie mir täglich passieren könnte, aber dann total abgedriftet ist. Ein Kunde findet ein 2-Centstück, das wahrscheinlich einem anderen Kunden heruntergefallen ist, und reicht es mir mit den Worten: “Für die kleinen Negerkinder!” Nachdem ich meinen vor Entsetzen offen stehenden Mund wieder geschlossen habe, erwidere ich nur – und da kann ich mich nur mit Mühe zurückhalten: “So etwas sagt man nicht!” Woraufhin besagter Kunde nur lässig mit Blick auf den nachfolgenden Kunden meint: “Ist net gegen dich!” Tja, der geneigte Leser kann nur vermuten, ja genau, der nachfolgende Kunde ist ein Schwarzer, ein Afrikaner, ein Afroamerikaner, wie man ihn auch immer nennen mag, er kann und müsste sich so dermassen angegriffen und beleidigt fühlen, dass ich an seiner Stelle dem Landkreisnazi eins auf die Nase gegeben hätte. 

Als ich dann so neutral wie möglich (ich darf mich ja auch net im Ton vergreifen) den Landkreisnazi hinweise, dass seine Bemerkung beleidigend und verletzend sei, ist er auch recht flott verschwunden. 

Ich blieb dann mit weiter offenem Mund (ja, meine Freunde wissen, dass das ohne dass was rauskommt ungewöhnlich ist) sitzen, entschuldige mich bei dem Schwarzen, obwohl das erstens nicht mein Job ist und zweitens so total affig rüberkommt.

Und was mir bleibt ist das innerliche Kopfschütteln über diesen grausig anmutenden alltäglichen (???) Rassismus, die Erkenntnis, dass egal was wir tun, wie aufgeklärt wir sein mögen, es immer noch/wieder Menschen geben wird, die andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihres Was-auch-immer verurteilen und vor allem leider be-urteilen werden. 

Ach ja, Sätzchen zum Schluss! Ich will nicht in einem Land oder auch einer Stadt leben müssen, in der solche Bemerkungen unkommentiert bleiben!! Ich will, dass rassistische und anti-semitische oder anti-was-auch-immer Bemerkungen verurteilt werden für das was sie sind: menschenverachtend und verletzend. 

So, und jetzt sollten bitte alle Dumpfbacken und Dummdödel aus der Stadt und dem Landkreis ins Kino, aber ZACKZACK!!! 

 

Hallo ihr Pimpfe!!

Veröffentlicht am

Doppelte Portion Nazis an diesem Freitag, den 13. Oder so?? Nun ja, sollte wohl so sein. 

Also, Nazis in Space, on the dark side of the moon?? Klingt absurd, ist aber so, zumindest in einem grandios lustigen Film eines finnischen Regisseurs, Timo Vuorensola. Und gottseidank schafft es Vuorensola, die Nazis mitsamt der ganzen Ideologie so der Lächerlichkeit preiszugeben, dass sich der Kinobesucher kaum noch vor Lachen halten kann. Indem er den Nachrichtenstabsunteroffizier (oder so) Adler und die herrlich naive Renate Richter (Drehbuch basiert auf einem Roman, sollte man sich reinziehen, der Fakten wegen) die Wiederwahlpropaganda für die Präsidentin der Vereinigten Staaten der Amerikas, die übrigens einer Sarah Palin nicht ganz unähnlich ist, machen lässt, führt er dem Zuschauer den manchmal nötigen Spiegel vor Augen…. 

Wie eine Mitkinogängerin treffend bemerkte, dürfte der Film in den USA nach einem Tag abgesetzt werden, was nicht nur für die Humorlosigkeit der Amerikaner spräche, sondern auch… naja, lassen wir das…. 

Fazit zum Film: ANSCHAUEN!! LACHEN!!! (und ein bisschen nachdenken…. ) 

Aber zum eigentlichen Anstoss des Blogposts: Heut uffe Erbett. Also, ich wusste jetzt ja schon seit ein paar Jährchen, dass unser Kundenklientel, nun, wie sag ichs möglichst neutral, zum Teil geistig herausgefordert ist. Aber was heute passiert ist, hat mir persönlich echt den Vogel rausgehauen.

Nun, es war eine Situation, wie sie mir täglich passieren könnte, aber dann total abgedriftet ist. Ein Kunde findet ein 2-Centstück, das wahrscheinlich einem anderen Kunden heruntergefallen ist, und reicht es mir mit den Worten: “Für die kleinen Negerkinder!” Nachdem ich meinen vor Entsetzen offen stehenden Mund wieder geschlossen habe, erwidere ich nur – und da kann ich mich nur mit Mühe zurückhalten: “So etwas sagt man nicht!” Woraufhin besagter Kunde nur lässig mit Blick auf den nachfolgenden Kunden meint: “Ist net gegen dich!” Tja, der geneigte Leser kann nur vermuten, ja genau, der nachfolgende Kunde ist ein Schwarzer, ein Afrikaner, ein Afroamerikaner, wie man ihn auch immer nennen mag, er kann und müsste sich so dermassen angegriffen und beleidigt fühlen, dass ich an seiner Stelle dem Landkreisnazi eins auf die Nase gegeben hätte. 

Als ich dann so neutral wie möglich (ich darf mich ja auch net im Ton vergreifen) den Landkreisnazi hinweise, dass seine Bemerkung beleidigend und verletzend sei, ist er auch recht flott verschwunden. 

Ich blieb dann mit weiter offenem Mund (ja, meine Freunde wissen, dass das ohne dass was rauskommt ungewöhnlich ist) sitzen, entschuldige mich bei dem Schwarzen, obwohl das erstens nicht mein Job ist und zweitens so total affig rüberkommt.

Und was mir bleibt ist das innerliche Kopfschütteln über diesen grausig anmutenden alltäglichen (???) Rassismus, die Erkenntnis, dass egal was wir tun, wie aufgeklärt wir sein mögen, es immer noch/wieder Menschen geben wird, die andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihres Was-auch-immer verurteilen und vor allem leider be-urteilen werden. 

Ach ja, Sätzchen zum Schluss! Ich will nicht in einem Land oder auch einer Stadt leben müssen, in der solche Bemerkungen unkommentiert bleiben!! Ich will, dass rassistische und anti-semitische oder anti-was-auch-immer Bemerkungen verurteilt werden für das was sie sind: menschenverachtend und verletzend. 

So, und jetzt sollten bitte alle Dumpfbacken und Dummdödel aus der Stadt und dem Landkreis ins Kino, aber ZACKZACK!!! 

 

No Country for Old (Wo)men

Veröffentlicht am

Ein beschaulicher Freitag Abend im beschaulichen Würzburg…. hätte es werden können, wenn ich mich nicht von der Süssi hätte überreden lassen, in den Midlife (Crisis) Club mitzukommen. Allein schon der Name hätte mich abhalten müssen…. Frau von heute googlet sowas ja und kann sich im Interweb schon mal Fotos früherer Veranstaltungen begucken…. 

Nun denn, als Noch-nicht-so-lange-Single macht frau ja was mit, auch gerne ungewöhnliches. Ein, zwei Gläschen Prosecco zum Lockerwerden später wackeln wir los. 

Angekommen muss ich Süssi schon fast überreden, den Eintritt zu bezahlen, da sie schon am Eingang fast die Krise bekommt und sich fragt, was sie hier denn täte, völlig fehl am Platz sei und überhaupt…. Aber wenn schon, denn schon, wir haben uns ja nicht umsonst aufgezockt und geschminkt. 

Disco”Klassiker” dröhnen uns entgegen, also nicht nur musikalisch, nein, die Sozialpädagogen in Bundfaltenhosen hatten definitiv Ausdruckstanz als Studienschwerpunkt, soviel ist schon mal sicher. Da werden Namen getanzt, gegen die Chantalismus sowas von abstinkt. 

Nun, wir gehen schnurstracks Richtung Bar, das hält ja kein Mensch ohne Stöffsche aus….. An einem Stehtischchen plaudern wir mit Süssis Kollegen G., während an uns bemerkenswerte Gestalten vorbeiziehen…. Das Damenduo, das grelle Dirndl (jaha…. Dirndl… ) und durchgehende Sonnenstudiobräune nebst passender Hairextensions präsentiert, sei hier nur exemplarisch als Spitze des Eisbergs genannt…. Insgesamt gesehen ist das anscheinend eine Veranstaltung, bei der Menschen nur in Gruppen bzw. Paaren auftauchen, tanzen bis sie schwitzen (uähhhh) und doch irgendwie Spass zu haben scheinen. Alle, ausser Süssi und mir, wir fühlen uns immer noch zu jung für den Kram…. 

Wir machen uns dann nach höflichkeitsangemessener Zeit und zugegeben einer klitzekleinen Tanzrunde (auf eins der Superlieder des Soundtracks meines Lebens, “Killing in the name of” von Rage against the Machine), auf den Nachhauseweg…… tja, hätten wirs nur länger ausgehalten..

Wir kommen am Joe´s vorbei, und ich schlage Süssi vor, da das nächste Mal hinzugehen, ersatzhalber für den Midlife (Crisis) Club, weil, egal wo, wir definitiv mehr Spass haben werden. Süssi stimmt mir vorbehaltlos zu, alles nur das nicht mehr…. Prophetische Gabe? Vorsehung? Karten gelegt bekommen? Man weiss es nicht… 

Zwei sehr junge Jungs fragen uns (!!!) nach der Wahl zwischen zwei Diskotheken, soviel zu Midlife (Crisis)!!

 Aber Süssi scheint Eindruck zu machen, Sozialpädagogin soll sie sein, vom Beruf her, was zu Empörungsrufen und wiederholtem: “Wieso das denn?? Wie kommen die denn da drauf??” anregt.. So aufgewühlt laufen wir weiter, die Maritim Hotelbar kommt ins Blickfeld… Ich hätte nicht sagen können, wer die spontane Idee hatte, reinzugehen, aber inzwischen weiss ich, dass ich es nicht war…. ;-)  

Klar gehen wir rein, auf nen Absacker, da war ich noch nicht drin und überhaupt. Bäm, wir kommen rein und uns bietet sich ein Bild, das ich nur von Berichten von Parteys aus den Edelclubs und Formel 1 Siegesfeiern kenne: CHAMPAGNERDUSCHEN!! Echt jetzt, in Würzburg, in der Maritim Bar, Knaller!! Laute Discomukke, 5 Barkeeper, die geschäftig wuseln und das Publikum nur Anzugträger. Krawatten hat kaum noch einer an, die hängen entweder scheps oder wurden abgenommen, um das Hemd leichter bis zum Bauchnabel aufknöpfen zu können….

Wir setzen uns an die letzten zwei freien Plätze an der Theke, futtern fleissig Erdnüsschen und kommen zu dem Schluss, hier zu anthropologischen Studien zu sein. Keine 5 Minuten da, kommt schon der erste Anzugträger angeschwankt, und nuschelt uns an….. Den können wir grad noch wegignorieren….

Wir wundern uns ein bisschen über den Schal, der wie ein schlechter SchalkeFanschal aussieht,und den hier jeder irgendwie trägt, aber egal, das, was wir hier sehen, ist eh unterhaltsamer als jede Castingshow….. Würzburg sucht den SuperPartyHengst! 

Beim Raucherpäuschen draussen kommt es zum nächsten Eklat, ein volltrunkener  angeschickerter Engländer begrüsst uns mit “Hello Bitches!”, was zu Protest meinerseits führt, mir dann aber den Stempel einer “Dyke” einhandelt… Ich glebbs net, so ein Spack!! 

Süssi und ich beschliessen fertig zu trinken und dann zack, heim. Von wegen, der Obermacker macht sich uns bekannt, und wir werden – endlich – aufgeklärt, was denn dieses bunte Treiben ist. Finanzdienstleister, die eine Tagung im Congresscentrum hatten, machen so also Feierabend, tja, wer ko, der ko…… 

Er wird recht zutraulich, erzählt uns dass er aus der Nähe von Ochsenfurt kommt, was uns einen gewissen heimatverbundenen Freundlichkeitszug abringt und ausserdem spendiert er eine Runde Getränke, sparen will gelernt sein….. ;-)  

Süssi fragt ihn dann auch gleich, ob er denn nicht nen Job für mich hätte, so als Quereinsteiger mit Qualifikationen wär ich doch da gut aufgehoben. Leicht alkoholvernebelt stimmt er zu, schwafelt was von “Büro in der UnverständlichStrasse” in Wü und überhaupt. Schwupps hab ich ne Telefonnummer und was zum googlen. Also mit Champagner duschen auf Firmenkosten, das wärs doch mal, die Kollegenquote stimmt auch und ich bin ehrlich gesagt sowas von gespannt auf die Reaktion des Cheffe, wenn ich ihm sage, woher ich die Nummer habe….. erinnern kann der sich garantiert nicht mehr!! 

Die Gratisgetränke sind leer, Cheffe ist inzwischen im Dekolletee (und ich hab das gegooglet, wegen der Schreibweise) einer Blonden verschwunden, englische Beleidiger dancen sich die Füsse wund und Süssi und ich gehen nach Hause. 

Endlich, wir lachen den ganzen Weg bis zur Kreuzung, an der sich unsere Heimwege trennen, durch! Beschliessen, dass wir das auf jeden Fall bloggen MÜSSEN und dass das nach Wiederholung(en) geradezu brüllt.

Fazit: Wir sind definitiv zu jung für Midlife (Crisis) Veranstaltungen, zu sozialpädagogisch für Jungs, die Discotheken suchen, und zu was-auch-immer für Champagnerduschen. 

Aber, mit der Süssi würd ich sowas jederzeit wieder machen und alle anderen verrückt-spontanen Aktionen auch! 

Danke liebe Süssi für den Abend und ich freu mich auf die, die noch kommen werden…. 

Von Fahrrädern und Fischen….

Veröffentlicht am

So, da ist frau jetzt Single und verbringt somit gerne mal die Samstagabende gemeinsam mit Freundinnen, Mengen an Prosecco, der für die dementsprechend gute Laune sorgt und einem Laptop auf der Couch….

Tja, was wird der Neu-Single-Frau da in der Sektlaune wohl angeraten? Klaro, Onlinedating, unverbindlich, lustig und auf einer nicht-kostenpflichtigen Site auch “erschwinglich”. So ein Profil ist ja auch fix angelegt. Fragen zum Aussehen, Alter, Sternzeichen, Ausbildung und Beruf, einem persönlichen Statement, alles kein Ding. Zackzack, das Profil steht. Jetzt kommt allerdings die Kategorie, was frau denn auf dieser Seite sucht, also was für eine Art “Kontakt”, von Museumsbesuchen über lapidar “einen Mann” bis hin zu Abenteuer ist auch alles geboten. Vorsicht, Mädels, klickt lieber Abenteuer nicht an, sonst schreiben junge Wilde, die im Postleitzahlraum 80 wohnen euch genau deswegen an… Ob das ein Kompliment sein soll… ich habs mir verkniffen…

Ach ja genau, das anschreiben so an und für sich… lustigerweise sieht der Benutzer jeden, der auf der Profilseite war, auch mit Foto…. Das kann positiv aber auch sehr erschreckend sein… Hülfe, wenn ich tatsächlich Interesse hätte, Männer zu daten, die vom Alter her mein Vater sein könnten, dann würd ich mit dem und seinen Kumpels weggehen….

Und die Nicknames erst… Wenn eine befreundete Komödiantin das nicht schon wesentlich amüsanter verpackt hätte, als ich es je könnte…. Aber liebe Männer, auch wenn wir Frauen meinen, uns “süsse Elfe” , “Prinzessin” oder ähnlich infantil nennen zu müssen, mit “Netter+Altersangabe” holt man uns auch nicht hinterm Ofen hervor geschweige denn aus der Unterwäsche.

Ein Wort noch zu den Bildern. Jungs, steht dazu, steht zu den grauen Haaren, dem Bierbäuchlein, der krummen Nase und setzt um Himmels willen bitte ein aktuelles Bild da rein. Wollt ihr wirklich, dass Frau auf ein Bild anspringt, das gefühlte 5 Jahre alt und zu euren aktiven Sportlerzeiten geknipst wurde und ihr seht inzwischen aus wie Methusalem und bewegt euch auch so??

Das mit dem Anspringen, bzw. dem Anschreiben folgt beim Online-Dating auch ganz eigenen Gesetzen, klar ist schnell mal hin- und hergeschrieben, lustig, flirty und interessant. Klar, man will ja schliesslich daten, ohne weggehen zu müssen, bequem auffm Soffa, im Schlabberjogginganzug und der Tüte Chips in der Hand. Das hat für beide Seiten Vorteile, Frau hat ein einigermassen ansprechendes Bild reingesetzt und kann dann gemütlich schauen, wer sich dafür interessiert hat, ohne den ganzen Aufmotzzinnober treiben zu müssen, der einem Ausgehabend vorausgeht.Mann sieht dies und kann schon mal guck, ohne Drinks ausgeben zu müssen…..

Aber damit kommen wir auch zu den nicht ganz so lustigen Facetten des Online-Datings (- wobei, ich hab ja noch nix positives feststellen können-), so schnell wie der Kontakt hergestellt werden kann, so schnell und vor allem endgültig kann der dann auch schon wieder vorbei sein.

Da hat sich so was wie ein Date herauskristallisiert aus den Nachrichten, eventuellen Sms und dann kommen entweder die schwindligen Ausreden (Autopanne!) oder es kommt dann gar nichts mehr, Nullinger. Ein Verhalten, das im Real Life so einfach nicht wäre, da müsste mann zumindest den wichtigen Geschäftstermin, das berühmte “muss-morgen-früh-raus” oder sonstige Ausreden erfinden… Online muss man den anderen nicht wahrnehmen, mit ihm kommunizieren, kann ihn, bzw. sie runterlaufen lassen. Gut, die gleiche Option hat frau ja auch, wenn ein bildloser älterer Herr sie anschreibt und sie erschrickt, kein Thema, entweder abfahren lassen oder nix machen…

Ihr seht, ich muss noch viele Fahrräder ausprobieren oder einfach merken, dass ich Fisch ja eigentlich gar keins brauche….

Bis eine der beiden Optionen eintritt, halte ich es mit dem Rat des Stammtischweisen, der sagte, dass man nur im realen Leben einen Partner kennenlernen kann.

Bis dahin ihr Lieben, ich freu mich auf weitere proseccogeschwängerte Couchabende, an denen wir Mädels sämtliche Bilder durchhecheln, kicherndgiggelnd uns über Aussehen, Grösse oder Musikgeschmäcker wegschmeissen.

 

 

 

Bedingungslos – Epitaph

Veröffentlicht am

Ich wollte ihn eigentlich nicht, er entsprach nicht meiner Idealvorstellung einer Katze, er war weder schwarz, noch dünn, noch graziös. Nein, er war knuddelig, weissgraubraungescheckt, und unheimlich menschenbezogen, tapsig und ein Jahr alt. Ich wollte eigentlich schon dankend ablehnen, hatte aber den langen Weg bis nach Eßleben auf mich genommen und wollte den netten Leuten von der Katzenhilfe nicht mit meinen Eitelkeiten kommen. Und dann war er da, von US-Amerikanern in der Wohnsiedlung zurückgelassen und jetzt bei mir, der Jimi, mein Dicker Bube. Ich kann gar nicht sagen, wie er es geschafft hat, sich in mein Herz zu schleichen, aber woran ich mich noch am allerbesten erinnern kann, war die erste Nacht in der Wohnung in Lengfeld. Ich hatte mich damals von meinem Exfreund getrennt und beide Katzen, Jimi und Janis mitgenommen in die winzige Bude. Und in dieser Nacht haben sie mich endgültig erobert und mir das gezeigt, was Katzen, vielleicht auch Tiere im Allgemeinen ausmacht. Diese bedingungslose Liebe und Zuneigung zu ihrem Menschen. Beide haben sich wie selbstverständlich mit zu mir ins Bett gekuschelt, Janis ganz Chefin neben mich aufs Kopfkissen und Jimi, ja der hat sich auf mich gelegt und mir diese erste, eigentlich traurig-einsame Nacht erträglich gemacht und mir damit vermittelt: Es ist immer jemand für dich da!

Und so ging es weiter, in der Zeit als ich alleine war, konnte ich immer nach Hause kommen und sie kamen mir entweder entgegengelaufen, weil sie Hunger hatten oder unterhalten werden wollten oder wenn sie nicht kamen, wusste ich, sie hatten was angestellt. So kommunizieren sie, oder vielleicht bildet mensch sich das auch ein.

Aber sie werden älter, gesundheitlich geht es ihnen irgendwann nicht mehr gut, sie bekommen schwerwiegende Krankheiten und man fängt an, sich Sorgen zu machen.

Es wird klar, dass sie nicht ewig leben werden, nicht immer bei dir sein können, nicht immer unbedingt Zuneigung zeigen können. Klar, der Tod gehört zum Leben dazu, muss eigentlich immer Teil dessen sein und vor allen Dingen uns bewusst sein, bzw. werden. Aber wenn er dann naht, sich schon grausam ankündigt, mit Schmerzen, die man nur wahrnehmen kann, hilflos und unfähig, etwas dagegen zu tun, dann sieht es anders aus. Dann kommt der Tod tatsächlich wie der angstmachende überfreundliche Gast, den man zu Bett gebracht hat.

Im Grunde genommen kann man sich nur vorwerfen, vor lauter Fokus auf die eigenen Eitelkeiten, das eigene Problemgehudel, nicht wahrgenommen zu haben, wie schlecht es denjenigen geht, die nicht sagen können, wie schlecht es ihnen geht. Die ihren Schmerz irgendwie immer so geschickt verbergen können, dass man meint, ja, sie sind alt, brauchen Ruhe, sind langsamer etc. Dass die eigenen Probleme immer soweit im Vordergrund stehen, dass die Tiere um ihr Gehör kämpfen müssen.

Ich musste beide langjährige Gefährten sterben sehen, noch bevor die Ärzte es sagten, konnte ich es an ihren Augen sehen, alles, was da vorher war, war weg. Und ich habe beide um Verzeihung gebeten, dass ich ihnen die Qual nicht ersparen konnte, dass ich nicht mehr auf sie geachtet habe, dass die Selbstverständlichkeit ihrer Zuneigung leider blind für ihr Leid gemacht hat.

Was bleibt ist der Schmerz, das Gefühl, nicht genug getan zu haben, nicht aufmerksam genug gewesen zu sein, und das Schuldgefühl, dass man vor lauter Beschäftigung mit den eigenen Eitelkeiten, den eigenen Problemchen und dem eigenen Ego die vernachlässigt zu haben, die der Aufmerksamkeit eher bedürfen. 

Ich habe durch beide gemerkt, dass Liebe einfach nur sein kann, ohne abhängig von Äusserlichkeiten, Bedingungen zu sein, sondern einfach nur da ist. Dankbarkeit gezeigt wird, auf ganz eigene Weise und dass Da-Sein wichtig ist, nicht was man wie tut, sondern dass etwas/jemand da ist.

Wenn ich etwas von den beiden besten Katzen auf der Welt lernen kann, dann das, auch wenn ihr Tod gerade sehr schmerzlich ist. Rest in Peace, Jimi and Janis. Und vom Dritten im Bunde der jung und unverdient gestorbenen Größen kommt euer Epitaph:

“Death makes Angels of us all and gives us wings where we had shoulders, smooth as raven´s claws!” James Douglas Morrison

 

Alles auf Anfang

Veröffentlicht am

So, das NEUE Jahr ist zwar schon 5 Tage alt, aber nachdem man in Franken ja noch gefühlt zwei Wochen lang “Guts Neus” wünscht, kann ich ja auch über Anfänge, Veränderungen und Neues bloggen.

Neues Jahr, neue Vorsätze? Nein, ich hab das noch nie gemacht, dazu kenn ich mich und vor allen Dingen meinen ganz persönlichen Schweinehund viel zu gut. Ich halt sowas entweder nicht durch, oder drück mich, wo es nur geht. Tja, ohne externe Motivation oder Druck scheine ich nichts zu schaffen, aber na ja….

Wenn ich mich an die ersten Tage des letzten Neuen Jahrs zurückerinnere, denke ich an Prüfungsstress, Angst, das vermeintlich viele Wissen nicht in den Kopf zu bekommen und an die Erleichterung, als im Februar dann das alles vorbei war. Wobei, so richtig erleichtert war ich nicht, das Gefühl, etwas Großes geschafft zu haben, kam irgendwie nicht auf. Es ging ja im Grunde nahtlos weiter, das mit dem Stress, jetzt muss auch der passende neue Job her, in dem man das gelernte, das einen ja zu dem gemacht hat, was man ist, anwenden kann. Nur leider kam der nicht und daran hat sich leider bis heute auch nichts geändert.

Veränderungen, ja, die hab ich durchgemacht. Die Veränderung, trotz gutem Abschluss und viel Lebenserfahrung keine berufliche Chance zu bekommen. Ja sicher, könnten da jetzt manche sagen, das ist halt bei dem potentiellen Arbeitgeber Kirche&Co. nun mal so, da gehts nur über Vitamin B und entsprechender Sozialisation.

Aber es gab auch positive Veränderungen, als im Februar die Prüfungen vorbei waren, bin ich zum Würzburger Blogger- und Twitterstammtisch gegangen und siehe da: Lauter nette Leute, die mir im Laufe des vergangenen Jahres immer wichtiger geworden sind und sich jetzt zu einem ganz wichtigen Teil meines Soziallebens entwickelt haben. An dieser Stelle noch mal ganz lieben Dank an euch alle!!

Was ich noch selbst verändert habe, ist, dass ich zu einer Beratung gehe, um so ein bisschen mehr an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten, um das dann in den Bewerbungen besser rüberbringen zu können. Das tut mir gut, und ich kann jetzt viele Dinge objektiver betrachten und darüber reden.

Aber Veränderungen sind ja nicht immer nur gut, wie schon angedeutet. Eine besonders schmerzliche Veränderung musste ich im Bezug auf mein Privatleben machen, als meine langjährige Partnerschaft im November zerbrach. Ich will hier nicht über Schuld, Nicht-Schuld oder Details reden. Es war nur so, dass eine wichtige Stütze meines Selbstwertes gebrochen ist und das Gefühl, da auch noch versagt zu haben, immer stärker geworden ist.

Nur soviel dazu, ich habe im Moment gute Tage und weniger gute Tage, an denen ein bisschen was hochkommt und mir die Tränen in die Augen treibt. Aber die guten Tage überwiegen!

Das führt allerdings auch zu einer neuen Situation, die Veränderungen und Neues mit sich bringt. Neben dem Singlesein, an das ich mich noch gewöhnen muss, da ich ja schon lang aus dem Datinggame raus bin, kann ich mich auch ganz frei bundesweit bewerben, eine neue, eigene Wohnung suchen undundund. Ganz viele Sachen auf einmal, die da auf mich zugekommen sind und noch zukommen.

Und das bringt mich am Schluss des Blogeintrags wieder auf die Überschrift zurück. Ja, jetzt ist nicht nur das Neue Jahr am Anfang, ich bin es auch, alles ist auf Anfang zurückgestellt und alles, was sich in dem Neuen Jahr 2012 ergibt, wird mit offenen Augen, offenen Armen und einem offenen Herzen erwartet und aufgenommen.

Ich zitiere hier ganz liebe Worte von Freunden in der Silvesternacht: “Es kann nur besser werden!”

Suchen, suchen und nix finden

Veröffentlicht am

Hallo ihr Lieben,

der letzte Blog Eintrag ist zugegebenermassen schon ne Zeit lang her. Nichtsdestotrotz blogg ich einfach mal so was. Nämlich über das Suchen, bzw. das Finden. Suchen tun wir ja alle etwas, den besten Laptop, Telefonanbietertarif, Pizzeria, den Sinn des Lebens (wobei, der ist immer noch 42!!), den besten Partner, das beste Was-auch-immer… Aber finden wir das wirklich?? Oder sind wir alle getrieben vom Immer-noch-besser, dem Immer-noch-schneller, das Immer-noch-schicker? Ich weiss es nicht, da ich auch so ein Suchender bin, im Moment suche ich nach DEM Job, DER Wohnung, der SICHERHEIT, dem Sinn für MICH, und was habe ich bisher gefunden?? Eben gerade nicht DAS!!

Ob es etwas bringt, weiter zu suchen, zu hetzen nach eben jenem Unbestimmten, das uns wie eine Möhre dem Esel vor die Nase gehängt wird und dem wir nachjagen müssen/sollen, weiss ich nicht. Woher auch, da ich doch auch dem hinterherjage, was MAN, die GESELLSCHAFT, jeder zu suchen scheint, aber offensichtlich nie findet.

Und ob wir bei dieser ständigen Jagd nach DEM überhaupt noch fündig werden können, wage ich zu bezweifeln, weil es mit Sicherheit in der nächsten Woche etwas gibt, was wir unbedingt haben müssen.

Ach, aber auf der anderen Seite, was wäre das Leben ohne diese ständige Herausforderung, ohne das ständige “Ich-will-mehr-sein-als”?? Ja, genau, öd und leer.

Was uns glücklich macht, sind oftmals nur kleine, winzige Dinge, die uns jeden Tag begegnen, ob es ein Kaffee ist, ein gutes Gespräch, ein Hinweis, ein kleines Stück Hoffnung am Horizont oder auch nur die eigenen Phantasien, Tagträume.

Wir sollten mehr im Jetzt, im Heute, in diesem Augenblick leben, als mit der ständigen Suche nach dem, das uns dann doch nie begegnet, nie passiert. Ich weiss, das ist das Schwerste überhaupt und ich hab das immer noch nicht geschafft, aber einen kurzen Moment innehalten und uns die unsterblichen Worte von Ferris Bueller vor Augen halten, ist doch auch schon mal was wert:

“Life moves pretty fast…if you don’t stop and look around once in awhile, you could miss it.”

 

Bis demnächst!!

Vorsicht: Frauenthema!

Veröffentlicht am

Heute mal ein Artikel nur für die Frauen, die ihn – hoffentlich – lesen…

Also, ich wurde ja letztens beim Stammtisch schon für verrückt erklärt ob meiner – zugegeben unmäßigen – Einkäufe in der Parfümerie meines Vertrauens. Besser gesagt, beim Nagellack-Dealer, der mich Süchtige ständig mit den neuesten “Drogen” versorgt. Ja, genau, es geht um meine neuesten Anschaffungen aus dem Hause Chanel. Und, ganz ehrlich, sie sind TOLL, einfach nur TOLL.

Abgesehen davon, dass es die drei Trendlacke für den Herbst/Winter sind, kann ich auch bezüglich der Haltbarkeit nichts meckern. Sie halten sehr lange, der, den ich jetzt draufhabe (übrigens die Farbe Graphite, ein silbriger Glitzer, der je nach Lichteinfall auch golden schimmert. Ich hatte ja die Befürchtung, er wäre zu glitzerig, aber im Gegenteil, es wirkt edel und man kann ihn echt jeden Tag tragen, weil er dennoch “neutral” ist), hält schon seit Sonntag und hat auch schon den gestrigen Arbeitstag überlebt.

Mit den beiden anderen Farben, Peridot und Quartz, bin ich ebenfalls sehr zufrieden. Peridot ist ein grüngoldener Schimmer, der wirkt, als würde die Sonne in einen See scheinen…. ja genau, für die Prinzessinnen unter uns…. Frosch und so….

Quartz ist der neutralste von den dreien, ein bräunlich schimmernder Lack, der absolut alltagstauglich ist. Wobei ich ja schon angedeutet habe, dass das meiner Meinung nach bei allen dreien der Fall ist, obwohl sie auf den ersten Blick doch recht extravagant wirken.

Aber ich denke mal, das ist das eigentliche “Geheimnis” der Chanel-Lacke, wenn es denn eines gibt und ich mir das nicht einrede, weil ich die Dinger einfach haben wollte, obwohl sie ehrlich gesagt sackenteuer sind. Dass sie lange halten, die Farben trotz Extravaganz und Auffälligkeit absolut alltagstauglich sind, und natürlich auch, dass sie schnell vergriffen sind, weil eben Trend und so…

Nun, da ja Nagellack in meiner Kurzcharakterisierung dieses Blog steht, ist das einfach ein Thema für mich. Ich hab natürlich auch Billitschki-Nagellacke, die ein Zehntel des Preises von Chanel gekostet haben und die superschön sind, keine Frage. Ich les auch ein FrauenModeLifestyleMagazin und rupf die Nagellackempfehlungen raus, damit ich so bewaffnet in Drogeriemärkten shoppen gehen kann.

Da ich mich sonst wenig bis gar nicht schminke, ist Nagellack so mein Zugeständnis an weibliche Dekorationskosmetik und dazu steh ich auch…… ;-)

Und ausserdem kann ich ja mein sauer verdientes Geld raushauen, für was ich will…Klar ist es oberflächlich gesehen unnütz und ich bin mir dessen bewusst, dass ich zum größten Teil den Namen der Marke bezahle in der Illusion, etwas exklusives und teures zu besitzen, aber hey, wer haut nicht für eigentlich unnützen Kram Geld raus??? Nein, ich muss mich nicht verteidigen, auch wenn sich das so anhört.

Kurzum, ich finde die Nagellacke von Chanel im Allgemeinen sehr schön, die Farben sind einzigartig und an der Qualität bzw. der Haltbarkeit lässt sich nix meckern und ja, ich bin bereit, für die nächsten Trendfarben wieder die Kohle rauszukloppen. RumsBums aus die Maus!

Ein bisschen Verrücktheit gehört einfach dazu! Und ich würde beispielsweise auch gerne mit den Stammtischfrauen beim nächsten Filmabend oder einem anderen Mädelsevent das ganze ausprobieren wollen….. Freiwillige Opfer vor….

 

Eigentlich wollte ich dazu nichts sagen, ABER…..

Veröffentlicht am

So, jetzt muss will ich auch mal in meiner Eigenschaft als Theologin was kommentieren, bzw. durch meine Brille betrachten.

Gestern abend, ARD, “Hart, aber fair”. (Wobei ich hier das “hart” betonen würde, weil in der Diskussion wenig “fair” vorkam….) Da sitzen beim Herrn Plasberg 5 Menschen, die über das – meiner Meinung nach schon ungeschickt formulierte – Thema “Oh Gott, der Papst kommt” diskutieren sollen. Zugegeben, ich hab nicht die ganze Sendung gesehen, ca. die letzte halbe Stunde, und das hat mir schon gereicht, um mich aufzuregen.

Interessant war für mich die Auswahl der DiskutantInnen, Bruder Paulus, der Kapuzinermönch, der auch schon in Würzburg gewirkt hat und eh schon medial bekannt ist, eine Anhängerin der Generation Benedikt, Wolfgang Niedecken von BAP, Jürgen Domian, LatenightTalker und Michael Schmidt-Salomon, ein Philosoph. Nun ja, könnte ja an sich interessant werden, aber eben nur könnte. Es wurden – meiner bescheidenen Meinung nach – wieder nur die gleichen Allgemeinplätze ausgetauscht: beispielsweise wurde den Vertretern des Christentums unterstellt, man würde den Menschen immer noch als Krone der Schöpfung betrachten (wohl der irrigen Meinung folgend, dass durch die Tatsache, dass der Mensch laut der Genesis als letztes geschaffen wurde, und den Auftrag des Sich-Untertan-Machens erhalten habe. Sorry, aber da hängt jemand echt einer veralteten Sichtweise an und hat nix verstanden.) Gut, es kann sein, dass ich hier aus einer anderen Position heraus argumentiere, aber es hat für mich nur eine Seminarsitzung (d. h. 90 Minuten) an der Uni gebraucht, um zu verstehen, dass der Mensch die Erde als Lebensraum verwalten, gestalten und vor allem erhalten soll. Die Schöpfung nach dem Bild des Schöpfers soll diese Verantwortlichkeit und das Vertrauen verdeutlichen, keine Menschen, die wie Gott sind. Tut mir leid, aber da hätt man sich vorher einfach schlau machen können, nicht umsonst müssen wir Theologen Philosophie studieren, wär doch mal was, wenn das umgekehrt auch so wäre…..

Worüber ich mich allerdings noch mehr aufgeregt habe, nicht nur aufgrund der inhaltlichen Schwächen, sondern vor allem wegen der Nicht-Reaktion der Christen in der Runde, war die Tatsache, dass wiederholt von dem Kirchenaustritt gesprochen wurde, der in den Augen der Austretenden und der aussenstehenden Beobachter als ein Statement gegen die Kirche als Institution und den Papst als Vorsteher ebenjener gesehen wird.

Auch hier muss ich wiederum sagen, tut mir leid, dem ist nicht so. Ich weiss, dass nicht jeder Theologie studiert hat oder/und sich im Kirchenrecht auskennt, aber was unter Kirchenaustritt verstanden wird, ist ein rein formaler zivilrechtlicher Akt. Es bezieht sich alleine auf die Tatsache, dass der Austretende dann keine Kirchensteuer mehr zahlen muss (ohne unterstellen zu wollen scheint das ein tragendes Argument zu sein), keine Pflicht zum konfessionellen Religionsunterricht in der Schule besteht etc. Nun ja, wie gesagt, nicht jeder hat Theologie studiert und da selbst unter denen, die studiert haben, darüber keine Eindeutigkeit besteht, wie der Beschluss der Deutschen Bischofs-Konferenz nahelegt, wird das noch öfter Thema sein. Den Interessierten sei geraten, hier die Online-Version des CIC zu konsultieren, im besonderen den Canon 204, §1 (Diese Art der Zugehörigkeit kann man nicht verlieren!)

Gut, jetzt hab ich mich – denke ich – erstmal genug verbal darüber aufgeregt, die nächste Aufregersendung folgt ja ganz bestimmt.

Interessant finde ich persönlich allerdings immer noch die Tatsache, dass all das, was ich im Studium gelernt und verstanden habe, im krassen Gegensatz dazu steht, was die Allgemeinheit (medial und nicht-medial) unter “Kirche” (einem in den ganzen Diskussionen nie definierten/erklärten Begriff) versteht, wie die Rolle des Papstes und die angebliche moralische Einflusskraft gesehen wird.

Aber vielleicht kann ich ja irgendwann meinen Beitrag dazu leisten, dass es zumindest in einem kleinen Teil anders wird.

 

 

 

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.