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What a difference a year makes….

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Oder eben auch nicht. Obwohl sich in dem vergangenen Jahr seit demTag der Trennung von meinem Ex-Partner einiges geändert hat, ist auch einiges gleich geblieben.

Ich fühle mich immer noch verletzt, einsam und ungeliebt, bzw. nicht fähig dazu.

Klar haben sich Dinge in meinem Leben verändert, ich bin ausgezogen, in eine tolle Wohnung, die ich durch einen mehr als nur glücklichen Zufall gefunden habe. Um nicht ganz alleine zu sein, habe ich den Stammtisch regelmässig genutzt und tue das auch weiterhin. An dieser Stelle ganz lieben Dank an euch!!

Beruflich, naja, soweit man das sagen kann hat sich da auch was geändert, ich habe die Zusage zu einem Stipendium bekommen und versuche jetzt, meine Promotion zu schreiben. Das ist aber mit vielen Ängsten und Unsicherheiten meinerseits verbunden und die Motivation, endlich anzufangen, stellt sich noch nicht so ganz ein. Eher schleppend….

Natürlich werden jetzt einige Leser einwenden, dass das doch schon ganz tolle Fortschritte sind und Schritte in die richtige Richtung und überhaupt und natürlich haben sie Recht damit, aber ich kann davon ganz viel einfach noch nicht für mich annehmen und anerkennen.

Wobei ich daran arbeite, ich habe mich – nun ja, ich denke, man kann es so sagen – entschieden, eine psychotherapeutische Behandlung zu beginnen, da die zugrundeliegende Gefühls- und Gedankenwelt es verlangt. Und ich kann inzwischen schon ganz viel für mich erkennen und einordnen, was aber noch lange nicht heisst, dass es sich verändert hat. Eher im Gegenteil, ich weiss jetzt zum Teil sehr genau, warum ich mich so unwohl fühle, das macht es ganz und gar nicht besser. Gerade dann, wenn es eben keine Lösung zu geben scheint, wenn der Verstand zwar kontrollieren will, aber durch die Gefühle überrollt wird.

Wie auch immer, ich habe im vergangenen Jahr viel in die Hand genommen, es hat sich zumindest augenscheinlich viel verändert und ich arbeite einfach auch noch an einigen Dingen.

Aber ich hab auch positive Erfahrungen machen dürfen in diesem Jahr, dass es Menschen gibt, mit denen ich über all das reden kann, die für mich da sind. Dass ich trotz allem Spass haben kann. Dass es alte und neue Freunde gibt. Dass das Leben weiter geht, nicht unbedingt besser oder schlechter, aber anders.

Daher auch der Spruch für das kommende Silvester: “ Es kann nur anders werden!“ In diesem Sinne ihr Lieben: Alles auf Anders!

 

Lass den Himmel fallen…

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Hier an dieser Stelle mal wieder ein kleiner Filmspoiler.. Wer den nigelnagelneuen James Bond noch nicht gesehen hat, bitte nicht weiterlesen.

Der neue/alte Bond, ein Sequel zum Prequel, die nacherzählte Vorgeschichte, so ganz genau lässt sich der Film erst am Ende einordnen. Hier lernen wir dann – endlich?- die berühmte Miss Moneypenny kennen und auch der M, der uns durch die vergangenen 20 Filme begleitet hat, nimmt seinen Posten als Chef des MI6 endlich ein.

Das heisst aber jetzt auch Abschied nehmen, Abschied von einer mehr als wunderbaren Judi Dench als M, die eines der vielen Beispiele der englischen (Film-) Geschichte ist, dass Frauen einen verdammt guten Job in höheren Positionen machen können müssen. Und die die Power-Frauen in den Bond-Filmen als Grande Dame ergänzt hat. Abschied nehme ich persönlich auch inzwischen von dem früher so gepflegten Bild des grössenwahnsinnig-psychopathischen Gegenspielers von Bond, dem kein Projekt zu wahnwitzig erscheint, als dass es nicht verwirklicht werden könnte und der immer geprägt war von ganz bestimmten Merkmalen oder Spleens.

Es sind, gerade in den neuen Filmen mit Daniel Craig und tw. auch schon angedeutet in den Filmen aus den Neunzigern, Menschen, denen man den Wahnsinn erst mal nicht anmerkt, was sie aber nicht weniger gefährlich macht.

Im neuen Film interessanterweise ein ehemaliger MI6 Agent, der im Rahmen einer Mission wohl „geopfert“ wurde, als vermisst galt und für tot gehalten wurde. Und hier dürft ihr mich gerne schelten, aber ich hatte in dem Moment das Gefühl bei einer neuen Version des Harry-Potter-Themas gelandet zu sein. Es sind eben doch die Entscheidungen, die Menschen treffen, die sie zu dem machen, was sie sind. Ebenso hätte der Agent auch entscheiden können, sich nicht an M zu rächen, aber Ta-Da, er entwickelt sich zu einem Computergenie und versetzt durch seine Fähigkeiten alle Beteiligten in Angst und Schrecken, nicht einmal ein cleveres Ablenkungsmanöver kann ihn von seinen Racheplänen abbringen.

Was noch meiner Harry-Potter-Theorie entspricht, ist die Tatsache, dass sowohl James Bond als auch der Bösewicht laut M „aus den Schatten kommen“ also keine Familie haben, Waisen sind, ohne sozialen Background, der in ihrer Position nur belastend wäre.

Und doch schafft es Regisseur Mendes den grossartigen Schauspieler Javier Bardem in einer Rolle brillieren zu lassen, die an die guten alten Bösewichter aus den Bondfilmen heranreicht, ein homoerotisch angehauchter selbstgefälliger und gegen Ende total durchgeknallter Silva mit einem mehr als ausgeprägten Ödipus-Komplex M gegenüber, der er in einer dramatischen Szene „anbietet“, dass sie beide erlösen könne, wenn sie sich und ihn erschiesst. Ihm gegenüber steht Bond als der loyale, kämpferische einsame Held, der sich trotz des gleichen Schicksals nicht abwendet, sondern für die gerechte Sache einsteht und zu M, die ihn einsatzfähig gemacht hat, obwohl er es nicht war.

Ach ja, was sich noch verändert zu haben scheint ist die so amüsante Gewohnheit von Bond, so ziemlich alles was weiblich ist und nicht bei 3 auf dem Baum ist, flachzulegen. Schade eigentlich…..

Was am neuesten Bond noch auffällig ist, bzw. mir aufgefallen ist: Mendes spielt mit Farben, ganze Szenen sind in Schattierungen einer Farbe gehalten, wenn eine Kontrastfarbe verwendet wird, ist sie leicht verwaschen, nie grell. Ausser in den Explosionsszenen, die dann dominiert werden vom Farbenspiel der Flammen, das vor dem dunklen Hintergrund nur noch leuchtender erscheint. Ein wahrer Augenschmaus. Und auf die Ohren gibts auch was gutes, einen wieder einmal wunderschönen Titelsong von Adele, einfach nur grossartig.

Wer wie ich und viele andere die James Bond Filme kennt und liebt hat sicherlich die netten Anspielungen auf seine Vorgängerfilme verstanden, das Auto oder auchden Gag mit den explodierenden Stiften. Schön, dass das „Erbe“ von Connery, Moore und Brosnan weitergeführt wird und dank der Technik im 21. Jahrhundert angekommen ist.

Alles in allem ein sehr gelungener Film und ein schöner Abend, der leider dadurch getrübt wurde, dass das Kino es seinen Besuchern zumutet, in der Spätvorstellung noch über eine halbe Stunde lang Trailer und Werbung sehen zu müssen. Prinzipiell nix dagegen, aber wenn die Vorstellung um 23h anfängt und der Film 2,24h dauert, MUSS  es nicht so lange Werbung davor sein!!

 

Von Liebe….

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Ihr Lieben, 

ich muss mich wieder mal extrem aufregen. Ja, es war wieder ein Gottesdienst in meiner Stammgemeinde in der „Hood“. 

Um es gleich zu sagen, der eigentliche Pfarrer war aus Gründen wohl nicht da und die Vertretung? Meine Herren, my dear Mr. Singing Club, sowas von unfähig, das hab ich selten erlebt. Und ich hab Theologie studiert, also kann ich mitreden. 

Mal ganz abgesehen davon, dass er so ziemlich ALLES abgelesen hat, und sich dabei auch noch verlesen hat, in unsäglich breidem Frängisch – Nein, der eigentliche Aufreger war die Predigt!!

Gut, soweit so normal, Lesung aus Genesis, eine wunderschöne Stelle, in der über die Erschaffung der Frau die Rede war, die (Achtung!!) dem Mann eine passende Ergänzung sein sollte, eine gleichwertige Partnerin, die mit ihm seine Aufgabe übernehmen soll, die ihm in jeder Hinsicht gleich ist, Fleisch von seinem Fleisch etc. 

Evangelium passend natürlich aus Markus, wo die Pharisäer Jesus übertrumpfen wollen und ihn dazu bringen wollen, die Lehre Mose` zu verurteilen, und er sagt, dass Mose nur wegen der Hartherzigkeit der Menschen so gehandelt habe. Alles ganz okay, aber dann: Predigt der Kerle doch glatt eine von selbstgefälliger Moral und Unwissenheit strotzende Predigt?? Ich glaub ich spinn!!!

Die vor Gott geschlossene, also respektive katholisch-christliche Ehe als das Non-Plus-Ultra der Partnerschaften?? Nicht-Verheiratete würden „egoistisch“ und „hartherzig“ sein, ihre Erwartungshaltung auf den Partner übertragen und bei Nichterfüllung der Wünsche Schluss machen?? Sich selbst in den Vordergrund stellen, sich verwirklichen wollen auf Kosten des Anderen?? Hat der Typ ein Rad ab?? 

Ich sitz da, schnappe hörbar  nach Luft und kann es nicht fassen, im Jahre 2012, im 21. Jahrhundert redet der Kerl von einer mehr als nur antiquiert-steinzeitlichen Beziehungsauffassung und verkauft das den dummdusseligen „Schäfchen“ als „GÖTTLICHE ORDNUNG“???? 

Mal ganz abgesehen davon, dass es wohl mehr funktionierende nicht-Verheiratete Partnerschaften gibt als unglückliche Ehen, die aufgrund eben jener Irrlehre aufrechterhalten werden, ist es doch unglaublich, dass so eine Vorstellung mit dem Prädikat des Gottgewollten quasi legitimiert werden soll! 

Und was ich noch viel krasser finde, natürlich ist keinerlei Rede von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, und die ganze Chose des Gottgewollten wird noch nicht mal erklärt, keinerlei Anspruch auf Verständnis oder intellektuelle Wahrnehmung gelegt. 

Gott will das so?! RumsbumsausdieMaus?? Hallo??? Welcher Gott hat dir das denn gesagt?? 

Der Gott, der schon bei der Erschaffung des Menschen auf Gleichberechtigung Wert gelegt hat?? Der dem Mann eine gleichwertige Partnerin schuf? Der beiden die gleichen Rechte und Pflichten gab?? 

Lass mich überlegen??? NEIN!! 

Sakramentnochmal, ich bin zum ersten Mal in meinem Leben frühzeitig aus einem Gottesdienst geflüchtet und werd das hoffentlich nie wieder machen müssen. 

Ich bin nicht deswegen Theologin geworden!! Sowas muss aufhören, am besten gestern!!

Es geht um die Liebe, egal zwischen wem, die einfach ist wie sie ist, weil sie uns geschenkt wurde, ein grosses, uneigennütziges und freies Geschenk. Wir können uns dieser Liebe sicher sein, sie ist uns ohne Bedingung und ohne Gegenleistung zuteil geworden. 

Und damit verabschiede ich mich mal wieder, euch allen sei gesagt, Liebe ist da, egal wie sie euch begegnet, wem ihr sie entgegenbringt, nur um ihretwegen ist alles geschehen. 

 

P. S. Vielen Dank an Martin Gommel, der durch einen Tweet diesen Blogeintrag erst angestossen hat! 

Werbeblock – ganz kurzfristig

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„Blogger- und Twitterstammtisch“ Immer wenn ich sage, dass ich dahin gehe, ernte ich schon mal den einen oder anderen komischen Blick. Und dann muss ich halt erzählen, was da so los ist und wie das vonstatten geht. Daher hier meine ganz eigene Sicht auf den Stammtisch: 

WER WIR SIND: Strickerinnen und Bastlerinnen, Computerspielfreaks und Bücherwürmer, TV-Junkies und Couch-Potatoes, Triathleten und Reiterinnen, Nerds und N00bs, Vollblutmütter und Teilzeitvegetarier, Cubatrinker und Spezifans, Meckerer und Bessergelaunte, Programmierer und Journalisten, Theologen, Lehrer, Architekten, medizinisches Personal, Studierende und andere Vom-Job-genervte, Bahnfahrer und Autofans, Raucher und Ex-Raucher, Paare, Singles und Verheiratete. 

WAS WIR TUN: Jeden Mittwoch versuchen wir, das Niveau auf Tiefgaragenniveau zu drücken, alles an Cuba Libre- und Kellerbier-Vorräten des Lieblingswirtes zu vernichten, die köstlichen Schnitzel und andere Leckereien der Lieblingswirtin zu verdrücken, und uns gegenseitig liebevollst zu dissen. (Im Fachjargon „wötzeln“), Mindfeud-Matches zu spielen, Instagrammen, Twittern und naja, kurz gesagt, eine schöne Zeit zu haben. 

WAS WIR WOLLEN: mehr Cuba, dass das Kellerbier nicht einfach so umkippt, dass der Zigarre-Raucher im Sommer woanders hingeht, für immer Sommer weil draussen sitzen, Hugo und Sprizz trinken können, Minischnitzeldeko auf dem Cuba und überhaupt sämtliche verrückten Ideen endlich verwirklichen. 

WARUM IHR KOMMEN SOLLT:  Hallo?? Wenn euch das bisher gesagte nicht gefallen hat, können wir auch nix machen. 

WARUM WIR HINGEHEN: Weil das Bloggertreffen und der Stammtisch saulustig sind, es reicht ein Twitteraccount um ganz liebe Leute kennenzulernen, die man sonst wohl nie getroffen hätte, weil es noch nie mehr Spass gemacht hat, Umzüge und Handwerkerarbeiten zu machen, mit Hilfe des weltbesten Stammtisch-Moving-Teams und weil halt…… 

Kurz gesagt, findet es raus, traut euch mal am Mittwoch ins Gehrings in der Neubaustrasse oder kurzfristig morgen auch, Bloggertreffen!!! 

 

Werbeblock – ganz kurzfristig

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„Blogger- und Twitterstammtisch“ Immer wenn ich sage, dass ich dahin gehe, ernte ich schon mal den einen oder anderen komischen Blick. Und dann muss ich halt erzählen, was da so los ist und wie das vonstatten geht. Daher hier meine ganz eigene Sicht auf den Stammtisch:

WER WIR SIND: Strickerinnen und Bastlerinnen, Computerspielfreaks und Bücherwürmer, TV-Junkies und Couch-Potatoes, Triathleten und Reiterinnen, Nerds und N00bs, Vollblutmütter und Teilzeitvegetarier, Cubatrinker und Spezifans, Meckerer und Bessergelaunte, Programmierer und Journalisten, Theologen, Lehrer, Architekten, medizinisches Personal, Studierende und andere Vom-Job-genervte, Bahnfahrer und Autofans, Raucher und Ex-Raucher, Paare, Singles und Verheiratete.

WAS WIR TUN: Jeden Mittwoch versuchen wir, das Niveau auf Tiefgaragenniveau zu drücken, alles an Cuba Libre- und Kellerbier-Vorräten des Lieblingswirtes zu vernichten, die köstlichen Schnitzel und andere Leckereien der Lieblingswirtin zu verdrücken, und uns gegenseitig liebevollst zu dissen. (Im Fachjargon „wötzeln“), Mindfeud-Matches zu spielen, Instagrammen, Twittern und naja, kurz gesagt, eine schöne Zeit zu haben.

WAS WIR WOLLEN: mehr Cuba, dass das Kellerbier nicht einfach so umkippt, dass der Zigarre-Raucher im Sommer woanders hingeht, für immer Sommer weil draussen sitzen, Hugo und Sprizz trinken können, Minischnitzeldeko auf dem Cuba und überhaupt sämtliche verrückten Ideen endlich verwirklichen.

WAS UNS EINT: Die HassLiebe zu Würzburg und seinen Medien, ein Twitteraccount, Blogs, The Big Bang Theory, How I met your Mother, Firefly, Gewichtsstasi, Basketball und Fussball, Fotografie….

WARUM IHR KOMMEN SOLLT:  Hallo?? Wenn euch das bisher gesagte nicht gefallen hat, können wir auch nix machen.

WARUM WIR HINGEHEN: Weil das Bloggertreffen und der Stammtisch saulustig sind, es reicht ein Twitteraccount um ganz liebe Leute kennenzulernen, die man sonst wohl nie getroffen hätte, weil es noch nie mehr Spass gemacht hat, Umzüge und Handwerkerarbeiten zu machen, mit Hilfe des weltbesten Stammtisch-Moving-Teams und weil halt……

Kurz gesagt, findet es raus, traut euch mal am Mittwoch ins Gehrings in der Neubaustrasse oder kurzfristig morgen auch, Bloggertreffen!!!

JesusMariaundJoseph

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Zielgruppenorientierte Veranstaltungen – nun ja, irgendwann ist ja jeder mal in dem Alter, in dem er/sie zu einer bestimmten Gruppe gehört, auch was Gottesdienste angeht. Ob Jugendlicher, Kommunionkind, Kranker, Brautpaar, Schüler oder Studierende, Familie und so weiter, jede Gruppe kann sich im Angebot, das die Kirche und die liturgische Gestaltungsvielfalt bietet, wiederfinden.

Nun auch ein Gottesdienst für die sogenannten „Ü30“ – hm, na ja, also Menschen, die jenseits der 30 sich in Gottesdiensten repräsentiert wollen fühlen.

Gut, es mag sein, dass ich jetzt entweder zu wenig weiss oder eventuell auch zuviel, das mag jeder selbst beurteilen, aber es ist einfach „beruflich“ bedingt.

Also gut, ich kann an und für sich mit den Liedern und dem Gesang in Gottesdiensten wenig anfangen, liegt wohl an meiner generellen Unmusikalität. Aber womit ich als katholisch aufgewachsene und auch inzwischen ausgebildete Frau nix aber auch gar nix anfangen kann, ist es, wenn mir im Gottesdienst was „vorgespielt“ wird und das sogar ganz ernst gemeint. Ich hab nicht 6 Jahre Theologie studiert und mich auch intensiv mit der Bibel beschäftigt, um mir da ein thematisch angepasstes sozialpädagogisch wertvolles Theaterstück anzuschauen, das noch nicht mal improvisiert war, sondern ganz unbeholfen abgelesen wurde. Und mit weichgespülter Schmusepastoral, die die Augen vor der Realität verschliesst,  hab ich auch nix am Hut.

Ganz abgesehen davon, dass es keine Lesung gab, kein Evangelium, keine Predigt, die sich darauf hätte beziehen können, nix, was ich als „gut katholisch“ bezeichnen würde. Ich hab nicht nur im Studium gelernt, dass es einfach wichtig ist, den Teil des Glaubens, der sich in der Bibel finden lässt, zu würdigen, auszulegen, dem Kreis der Gläubigen nahezubringen. Und ich reagier einfach allergisch darauf, wenn ein Gottesdienst ein „Thema“ aufgezwängt bekommt. Es gibt nur ein Thema, das im Gottesdienst behandelt wird, RumsBumsausdieMaus. Es kann doch um Gottes Willen nicht sein, dass Menschen, die über 30 sind, nichts anderes thematisches einfällt, als was für sie Sommer ist?? Bitte, gerade diese Generation ist mehr als jede andere konfrontiert mit unsicheren Berufsaussichten, Problemen in Familie, Partnerschaft, mit Kindern, ganz abgesehen von Weltpolitik und den ganz alltäglichen Krisen, die quasi vor der Tür sind. Warum dann bitte nicht einen Gottesdienst, der sich mit eben jenen Problemen auseinandersetzt? Der versucht, Hilfe und Trost zu sein, um Kraft und Stärke zu bitten, diese Situationen meistern zu können, aber doch bitte nicht die denkenden Menschen in Watte packt und ihnen vorgaukelt, alles wäre in Ordnung??

Ich mein ja nur, ich bin ü30 aber nicht uIntelligenz, ich kann durchaus eine gut durchdachte Predigt verstehen, kann mir zur Not noch meine eigenen Gedanken zur Lesung und zum Evangelium machen, den Duktus der Bibel geniessen und muss mich nicht gezwungenermassen mit einem Thema auseinandersetzen, das mich „von Hinten durch die Brust ins Auge“ auf den Kern der Botschaft bringen will. Vor allen Dingen, das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen, man kann offensichtlich den Ü40 und U30 Jährigen einen ganz normalen Gottesdienst zumuten, aber den Ü30 Jährigen muss man wohl die frohe Botschaft im Schulgottesdienststyle bringen??

Nein, jetzt hör ich aber auf mit dem Gemecker, man könnt ja meinen…. Das, was gut an der ganzen Veranstaltung war, ist im Grunde genommen die Bereitschaft der Mitwirkenden, sowohl von offizieller Seite als auch von seiten der Gemeinde, mitzumachen, sich auch auf diese Sache einzulassen und sie auch gestalten zu wollen. Der Zusammenhalt und die Initiative der Gemeinde war angenehm und bemerkenswert, der selbstgemachte Hugo natürlich um so besser. 😉

Aber ich werde in Zukunft wieder die „normalen“ Gottesdienste mitmachen, da stört mich an sich weniger, ich hab Zeit und die Möglichkeit, mich auf mich und meine Gedanken zu konzentrieren, das zu geniessen, was ich geniessen möchte.

Sollte es allerdings wieder die Möglichkeit eines ZielgruppenGottesdienstes geben, werd ich sie auf jeden Fall wieder in Anspruch nehmen, man ist ja offen und flexibel.

In diesem Sinne, schönen Sonntag euch….. 😉

„Will jemand noch Eis?“ – Kleine Kinokritik

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So ein Kinobesuch weckt ja immer Erinnerungen bei mir. Verdingte ich mich doch jahrelang in einem solchen, eben auch mit oben angedeutetem Satz. Tja, the times they are a-changing. Und so finde ich mich seit Schliessung „meines“ Kinos in unpersönlichen Filmpalästen wieder, die zu grossen Ketten gehören, vollklimatisiert sind, locker 10 Säle haben und eher nun ja, anders sind.

Heute kam aber noch ein ganz besonderes Schmankerl dazu, wie gesagt, ich hab mal da gearbeitet und kenne auch die Arbeit von den Filmvorführern, deren Job einfacher wirkt, als er ist. Ich weiss zwar nicht, was den betreffenden „Kollegen“ heute geritten hat, aber das, was er unter Filmwerbung verstanden hat, ist ehrlich gesagt unter aller Sau!! Nicht genug damit, dass in der Commercial-Filmrolle Hofbräu werben muss, neinnein, um Zeit zu schinden (??) mussten Filme gleich mal doppelt beworben werden. Also, um zu wissen, dass ich DEFINITIV den neuen Bondfilm anschauen werde bzw. Promentheus HÖCHSTWAHRSCHEINLICH NICHT und MAGIC MIKE der Knaller wird, brauch ich die Trailer dazu nicht zweimal zu sehen, liebes Cineworld-Team!

Nun denn, der Film fängt ja gottseidank endlich an, ich kann nur sagen HACHHACHHACH, gscheit schö. Und nicht nur, weil Christian Bale wieder mal extrem sexy-geheimnisvoll-tugendhaft aussieht und wirkt. Sondern, weil ein Batman Film kein 3D braucht, keinen Bullet-Shot, sondern knallharte Prügelszenen, technisches Know-How, zwielichtige Gestalten und vor allem die klassischen amerikanischen Gut-gegen-Böse-Koalitionen. Nebenbei auch noch die Wandlung von Saulus zu Paulus, Gute, die Böses tun, um Gutes zu bewirken, Böse, die Böses tun, um das vermeintlich Gute zu bewirken.

Das, was die Fans wohl schon immer an Batman mochten und immer mögen werden. Ich will zwar jetzt nicht mehr über die theologisch-ethischen Beobachtungen, die ich aus rein beruflichen Gründen gemacht habe, schreiben, aber nur kurz gesagt, eine Fülle an ethischen Fragen und Problemen könnte man da auftun.

Und die Bösewichte, ach was könnte man über die Bösewichte im Batman-Universum alles sagen: den grossartigen P.N.Guin, den Riddler, den Joker, die fantastische Catwoman, alle sind wie Batman selbst gebrochene Charaktere, mit ihren eigenen Geschichten und Biographien.

Hier gleich mal eine Korrektur, ich hatte wegen der Besetzung der Catwoman in The Dark Knight Rises Bedenken angemeldet, ich konnte mir die anmutige Anne Hathaway einfach nicht vorstellen, wie sie die frustrierte Selena Kyle verkörpert. Aber nix da, sie schafft es, Schönheit und kaltblütige Brutalität in eins zu bringen. Ich fand es zumindest gut. Das mögen andere anders sehen….

Ich will hier nicht rumspoilern, aber nur soviel sagen: ANSCHAUEN!! Der Film ist toll, Batman ist super und überhaupt.