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Auf die Sprache kommt es an….

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Wie wir miteinander reden, was wir einander sagen, welche Botschaften wir einander vermitteln, das alles hängt von der Sprache ab. Nicht erst seit den Erkenntnissen der Kommunikationstheorie, nach der Sender und Empfänger von Botschaften über einen gemeinsamen (also für beide verständlichen) Zeichenvorrat verfügen müssen, um gelingende Kommunikation und Informationsaustausch zu ermöglichen, ist das unverzichtbar.

Was mich darüber nachdenken liess, sind mehrere Beispiele, die sich in den letzten Tagen ergeben haben. Da ich letztes Wochenende beim ökumenischen Kongress Kirchehochzwei in Hannover war und sich fast durchweg alle Vortragenden einig waren, dass es zur gelingenden Weitergabe der Frohen Botschaft darauf ankommt, die Sprache der Adressaten zu sprechen, sie in ihren soziokulturellen Gegebenheiten zu sehen und zu verstehen, sehe ich das als eine der wichtigsten Eigenschaften.

Und kommt es nicht darauf an?? Wie wir Botschaften weitergeben, Inhalte erklären und deutlich machen (können), worauf es ankommt. Gerade die Botschaft des Evangeliums soll und muss heute (mehr denn zuvor?) deutlich werden in unserer Gesellschaft.

Natürlich kann eingewandt werden, dass die Werte, die von den christlichen Kirchen vertreten werden, auch ohne Indoktrination (??) anders vermittelt

werden können. Ja, sicher, das mag sein, nur fehlen mir eben diese undogmatisch vermittelten Werte, aber das ist ein anderes Thema.

Dann gab es heute zwei Begebenheiten, die mich im speziellen mit einem Sakrament der kath. Kirche konfrontiert haben. Zum einen wurden heute im Gottesdienst zwei Kinder getauft, denen ich jetzt mal unterstelle, dass sie das ganze nicht unbedingt voll umrissen haben. Kritiker dürfen gerne einwenden, dass Babys das erst recht nicht umreißen können. Nur, mein Punkt ist der, dass es Aufgabe der Menschen sein MUSS, es eben gerade den Kindern/Angehörigen so zu erklären, dass sie es umreißen können.

Also mehr und vor allem angemessene Katechese!!

Zum anderen ist es die Aufgabe der kirchlichen Mitarbeiter jeglicher Ebene, das wofür die Kirche steht und was sie tut, erklären zu können. Und das bitte korrekt und pastoral angemessen, also mit Verständnis und Respekt gegenüber der Situation des Gegenübers. Gerade im Hinblick darauf, dass die kirchliche Sozialisation nicht immer vorausgesetzt werden kann.

Also bitte nicht über die vorgetragenen Bedürfnisse der Menschen hinweggehen, sondern ihnen Möglichkeiten und Alternativen vermitteln, statt kategorischer Ablehnung einer Sache, die im übrigen in diesem Fall sogar kirchenrechtlich machbar gewesen wäre.

Die Kirche braucht neue, frische Impulse, neue, frische Ideen, neue, frische Vermittlung. Das alles aber mit einer soliden Ausbildung, mit einer vertrauensvollen Atmosphäre und mit Interesse am anderen.

Dann klappts auch mit dem Nachbarn… 😉

 

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Über terebinthe

Theologin, Stephen-King-Leserin, Fashionaddict, Nagellack, Brille

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