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Archiv des Autors: terebinthe

Werbeblock – ganz kurzfristig

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„Blogger- und Twitterstammtisch“ Immer wenn ich sage, dass ich dahin gehe, ernte ich schon mal den einen oder anderen komischen Blick. Und dann muss ich halt erzählen, was da so los ist und wie das vonstatten geht. Daher hier meine ganz eigene Sicht auf den Stammtisch: 

WER WIR SIND: Strickerinnen und Bastlerinnen, Computerspielfreaks und Bücherwürmer, TV-Junkies und Couch-Potatoes, Triathleten und Reiterinnen, Nerds und N00bs, Vollblutmütter und Teilzeitvegetarier, Cubatrinker und Spezifans, Meckerer und Bessergelaunte, Programmierer und Journalisten, Theologen, Lehrer, Architekten, medizinisches Personal, Studierende und andere Vom-Job-genervte, Bahnfahrer und Autofans, Raucher und Ex-Raucher, Paare, Singles und Verheiratete. 

WAS WIR TUN: Jeden Mittwoch versuchen wir, das Niveau auf Tiefgaragenniveau zu drücken, alles an Cuba Libre- und Kellerbier-Vorräten des Lieblingswirtes zu vernichten, die köstlichen Schnitzel und andere Leckereien der Lieblingswirtin zu verdrücken, und uns gegenseitig liebevollst zu dissen. (Im Fachjargon „wötzeln“), Mindfeud-Matches zu spielen, Instagrammen, Twittern und naja, kurz gesagt, eine schöne Zeit zu haben. 

WAS WIR WOLLEN: mehr Cuba, dass das Kellerbier nicht einfach so umkippt, dass der Zigarre-Raucher im Sommer woanders hingeht, für immer Sommer weil draussen sitzen, Hugo und Sprizz trinken können, Minischnitzeldeko auf dem Cuba und überhaupt sämtliche verrückten Ideen endlich verwirklichen. 

WARUM IHR KOMMEN SOLLT:  Hallo?? Wenn euch das bisher gesagte nicht gefallen hat, können wir auch nix machen. 

WARUM WIR HINGEHEN: Weil das Bloggertreffen und der Stammtisch saulustig sind, es reicht ein Twitteraccount um ganz liebe Leute kennenzulernen, die man sonst wohl nie getroffen hätte, weil es noch nie mehr Spass gemacht hat, Umzüge und Handwerkerarbeiten zu machen, mit Hilfe des weltbesten Stammtisch-Moving-Teams und weil halt…… 

Kurz gesagt, findet es raus, traut euch mal am Mittwoch ins Gehrings in der Neubaustrasse oder kurzfristig morgen auch, Bloggertreffen!!! 

 

Werbeblock – ganz kurzfristig

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„Blogger- und Twitterstammtisch“ Immer wenn ich sage, dass ich dahin gehe, ernte ich schon mal den einen oder anderen komischen Blick. Und dann muss ich halt erzählen, was da so los ist und wie das vonstatten geht. Daher hier meine ganz eigene Sicht auf den Stammtisch:

WER WIR SIND: Strickerinnen und Bastlerinnen, Computerspielfreaks und Bücherwürmer, TV-Junkies und Couch-Potatoes, Triathleten und Reiterinnen, Nerds und N00bs, Vollblutmütter und Teilzeitvegetarier, Cubatrinker und Spezifans, Meckerer und Bessergelaunte, Programmierer und Journalisten, Theologen, Lehrer, Architekten, medizinisches Personal, Studierende und andere Vom-Job-genervte, Bahnfahrer und Autofans, Raucher und Ex-Raucher, Paare, Singles und Verheiratete.

WAS WIR TUN: Jeden Mittwoch versuchen wir, das Niveau auf Tiefgaragenniveau zu drücken, alles an Cuba Libre- und Kellerbier-Vorräten des Lieblingswirtes zu vernichten, die köstlichen Schnitzel und andere Leckereien der Lieblingswirtin zu verdrücken, und uns gegenseitig liebevollst zu dissen. (Im Fachjargon „wötzeln“), Mindfeud-Matches zu spielen, Instagrammen, Twittern und naja, kurz gesagt, eine schöne Zeit zu haben.

WAS WIR WOLLEN: mehr Cuba, dass das Kellerbier nicht einfach so umkippt, dass der Zigarre-Raucher im Sommer woanders hingeht, für immer Sommer weil draussen sitzen, Hugo und Sprizz trinken können, Minischnitzeldeko auf dem Cuba und überhaupt sämtliche verrückten Ideen endlich verwirklichen.

WAS UNS EINT: Die HassLiebe zu Würzburg und seinen Medien, ein Twitteraccount, Blogs, The Big Bang Theory, How I met your Mother, Firefly, Gewichtsstasi, Basketball und Fussball, Fotografie….

WARUM IHR KOMMEN SOLLT:  Hallo?? Wenn euch das bisher gesagte nicht gefallen hat, können wir auch nix machen.

WARUM WIR HINGEHEN: Weil das Bloggertreffen und der Stammtisch saulustig sind, es reicht ein Twitteraccount um ganz liebe Leute kennenzulernen, die man sonst wohl nie getroffen hätte, weil es noch nie mehr Spass gemacht hat, Umzüge und Handwerkerarbeiten zu machen, mit Hilfe des weltbesten Stammtisch-Moving-Teams und weil halt……

Kurz gesagt, findet es raus, traut euch mal am Mittwoch ins Gehrings in der Neubaustrasse oder kurzfristig morgen auch, Bloggertreffen!!!

JesusMariaundJoseph

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Zielgruppenorientierte Veranstaltungen – nun ja, irgendwann ist ja jeder mal in dem Alter, in dem er/sie zu einer bestimmten Gruppe gehört, auch was Gottesdienste angeht. Ob Jugendlicher, Kommunionkind, Kranker, Brautpaar, Schüler oder Studierende, Familie und so weiter, jede Gruppe kann sich im Angebot, das die Kirche und die liturgische Gestaltungsvielfalt bietet, wiederfinden.

Nun auch ein Gottesdienst für die sogenannten „Ü30“ – hm, na ja, also Menschen, die jenseits der 30 sich in Gottesdiensten repräsentiert wollen fühlen.

Gut, es mag sein, dass ich jetzt entweder zu wenig weiss oder eventuell auch zuviel, das mag jeder selbst beurteilen, aber es ist einfach „beruflich“ bedingt.

Also gut, ich kann an und für sich mit den Liedern und dem Gesang in Gottesdiensten wenig anfangen, liegt wohl an meiner generellen Unmusikalität. Aber womit ich als katholisch aufgewachsene und auch inzwischen ausgebildete Frau nix aber auch gar nix anfangen kann, ist es, wenn mir im Gottesdienst was „vorgespielt“ wird und das sogar ganz ernst gemeint. Ich hab nicht 6 Jahre Theologie studiert und mich auch intensiv mit der Bibel beschäftigt, um mir da ein thematisch angepasstes sozialpädagogisch wertvolles Theaterstück anzuschauen, das noch nicht mal improvisiert war, sondern ganz unbeholfen abgelesen wurde. Und mit weichgespülter Schmusepastoral, die die Augen vor der Realität verschliesst,  hab ich auch nix am Hut.

Ganz abgesehen davon, dass es keine Lesung gab, kein Evangelium, keine Predigt, die sich darauf hätte beziehen können, nix, was ich als „gut katholisch“ bezeichnen würde. Ich hab nicht nur im Studium gelernt, dass es einfach wichtig ist, den Teil des Glaubens, der sich in der Bibel finden lässt, zu würdigen, auszulegen, dem Kreis der Gläubigen nahezubringen. Und ich reagier einfach allergisch darauf, wenn ein Gottesdienst ein „Thema“ aufgezwängt bekommt. Es gibt nur ein Thema, das im Gottesdienst behandelt wird, RumsBumsausdieMaus. Es kann doch um Gottes Willen nicht sein, dass Menschen, die über 30 sind, nichts anderes thematisches einfällt, als was für sie Sommer ist?? Bitte, gerade diese Generation ist mehr als jede andere konfrontiert mit unsicheren Berufsaussichten, Problemen in Familie, Partnerschaft, mit Kindern, ganz abgesehen von Weltpolitik und den ganz alltäglichen Krisen, die quasi vor der Tür sind. Warum dann bitte nicht einen Gottesdienst, der sich mit eben jenen Problemen auseinandersetzt? Der versucht, Hilfe und Trost zu sein, um Kraft und Stärke zu bitten, diese Situationen meistern zu können, aber doch bitte nicht die denkenden Menschen in Watte packt und ihnen vorgaukelt, alles wäre in Ordnung??

Ich mein ja nur, ich bin ü30 aber nicht uIntelligenz, ich kann durchaus eine gut durchdachte Predigt verstehen, kann mir zur Not noch meine eigenen Gedanken zur Lesung und zum Evangelium machen, den Duktus der Bibel geniessen und muss mich nicht gezwungenermassen mit einem Thema auseinandersetzen, das mich „von Hinten durch die Brust ins Auge“ auf den Kern der Botschaft bringen will. Vor allen Dingen, das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen, man kann offensichtlich den Ü40 und U30 Jährigen einen ganz normalen Gottesdienst zumuten, aber den Ü30 Jährigen muss man wohl die frohe Botschaft im Schulgottesdienststyle bringen??

Nein, jetzt hör ich aber auf mit dem Gemecker, man könnt ja meinen…. Das, was gut an der ganzen Veranstaltung war, ist im Grunde genommen die Bereitschaft der Mitwirkenden, sowohl von offizieller Seite als auch von seiten der Gemeinde, mitzumachen, sich auch auf diese Sache einzulassen und sie auch gestalten zu wollen. Der Zusammenhalt und die Initiative der Gemeinde war angenehm und bemerkenswert, der selbstgemachte Hugo natürlich um so besser. 😉

Aber ich werde in Zukunft wieder die „normalen“ Gottesdienste mitmachen, da stört mich an sich weniger, ich hab Zeit und die Möglichkeit, mich auf mich und meine Gedanken zu konzentrieren, das zu geniessen, was ich geniessen möchte.

Sollte es allerdings wieder die Möglichkeit eines ZielgruppenGottesdienstes geben, werd ich sie auf jeden Fall wieder in Anspruch nehmen, man ist ja offen und flexibel.

In diesem Sinne, schönen Sonntag euch….. 😉

„Will jemand noch Eis?“ – Kleine Kinokritik

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So ein Kinobesuch weckt ja immer Erinnerungen bei mir. Verdingte ich mich doch jahrelang in einem solchen, eben auch mit oben angedeutetem Satz. Tja, the times they are a-changing. Und so finde ich mich seit Schliessung „meines“ Kinos in unpersönlichen Filmpalästen wieder, die zu grossen Ketten gehören, vollklimatisiert sind, locker 10 Säle haben und eher nun ja, anders sind.

Heute kam aber noch ein ganz besonderes Schmankerl dazu, wie gesagt, ich hab mal da gearbeitet und kenne auch die Arbeit von den Filmvorführern, deren Job einfacher wirkt, als er ist. Ich weiss zwar nicht, was den betreffenden „Kollegen“ heute geritten hat, aber das, was er unter Filmwerbung verstanden hat, ist ehrlich gesagt unter aller Sau!! Nicht genug damit, dass in der Commercial-Filmrolle Hofbräu werben muss, neinnein, um Zeit zu schinden (??) mussten Filme gleich mal doppelt beworben werden. Also, um zu wissen, dass ich DEFINITIV den neuen Bondfilm anschauen werde bzw. Promentheus HÖCHSTWAHRSCHEINLICH NICHT und MAGIC MIKE der Knaller wird, brauch ich die Trailer dazu nicht zweimal zu sehen, liebes Cineworld-Team!

Nun denn, der Film fängt ja gottseidank endlich an, ich kann nur sagen HACHHACHHACH, gscheit schö. Und nicht nur, weil Christian Bale wieder mal extrem sexy-geheimnisvoll-tugendhaft aussieht und wirkt. Sondern, weil ein Batman Film kein 3D braucht, keinen Bullet-Shot, sondern knallharte Prügelszenen, technisches Know-How, zwielichtige Gestalten und vor allem die klassischen amerikanischen Gut-gegen-Böse-Koalitionen. Nebenbei auch noch die Wandlung von Saulus zu Paulus, Gute, die Böses tun, um Gutes zu bewirken, Böse, die Böses tun, um das vermeintlich Gute zu bewirken.

Das, was die Fans wohl schon immer an Batman mochten und immer mögen werden. Ich will zwar jetzt nicht mehr über die theologisch-ethischen Beobachtungen, die ich aus rein beruflichen Gründen gemacht habe, schreiben, aber nur kurz gesagt, eine Fülle an ethischen Fragen und Problemen könnte man da auftun.

Und die Bösewichte, ach was könnte man über die Bösewichte im Batman-Universum alles sagen: den grossartigen P.N.Guin, den Riddler, den Joker, die fantastische Catwoman, alle sind wie Batman selbst gebrochene Charaktere, mit ihren eigenen Geschichten und Biographien.

Hier gleich mal eine Korrektur, ich hatte wegen der Besetzung der Catwoman in The Dark Knight Rises Bedenken angemeldet, ich konnte mir die anmutige Anne Hathaway einfach nicht vorstellen, wie sie die frustrierte Selena Kyle verkörpert. Aber nix da, sie schafft es, Schönheit und kaltblütige Brutalität in eins zu bringen. Ich fand es zumindest gut. Das mögen andere anders sehen….

Ich will hier nicht rumspoilern, aber nur soviel sagen: ANSCHAUEN!! Der Film ist toll, Batman ist super und überhaupt.

 

Amen, Brothers and Sisters

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Tag 4 U&D Würzburg….. und nachdem ich – ehrlich gesagt – Samstag abend ein bisschen geschwächelt habe und einen gemütlichen Abend auf dem Soffa mit Rhabarberkuchen geniessen konnte, war ich Sonntag aber schon früh da.

Genauer gesagt zur Musikmesse, die in diesem Jahr musikalisch vom Chor „New Future“ gestaltet wurde, der – Lokalpatriotismus! – aus der Zellerauer Gemeinde Heiligkreuz kommt. Gut, ich muss dazu sagen, dass ich irgendwie auf Gospelmusik eingestellt war und mich zunächst ihre Art der Darbietung überrascht hat. Aber sie haben sich warm gesungen und den Gottesdienst sehr stimmig untermalt.

Auch die ökumenische Gestaltung des Gottesdienstes hat mich sehr angesprochen, auch wenn ich manche Elemente lieber konkreter und mehr auf den Punkt gebracht hätte haben wollen, aber hier ist nicht der Platz für theologisches Rumgefiesel. Es ist prinzipiell schon mal ein ganz tolles Konzept, auf dem U&D morgens eine Art „Programm“ anzubieten, und wenn das auch einen Gottesdienst mit einschliesst ist die Theologin in mir sehr zufrieden, weil es die Menschen genau da anspricht, wo sie im Leben stehen.

Für diejenigen, die lieber das Festival in entspannterer, nichtreligiöser Atmosphäre geniessen wollten, gab es das Musikpicknick, in diesem Jahr von ganz aussergewöhnlich eigenartiger (und das ist absolut positiv gemeint) Musik untermalt. Die Band „Zwiebeldirn“ singt, lt. meiner Begleitung „G´stanzl“, was offensichtlich volkstümliche Themen und Rhythmen beschreibt, die aber unerwartete Wendungen und Geschichten beinhalten und in der für fränkische Ohren (hört, hört) unverständlichen Sprache einfach nur hinreissend waren.

So „früh“ am Tag braucht Mensch aber erst mal nen Kaffee, zum Wachwerden und überhaupt. Ab ins Kunstzelt zur EspressoVersuchung. Ja, denkste, schnell Kaffee, von wegen. Nur soviel dazu, wenn 4 Menschen hinter einer Theke stehen, vor der sich lange Schlangen bilden, ist es NICHT förderlich, wenn eine Person sämtliche Bestellungen entgegen nehmen muss und die anderen drei Unterteller von links nach rechts heben. Zudem, zwei Leute zahlen für zwei Latte Macchiatio je zwei Euro und bekommen zwei unterschiedlich grosse Gläser, was mit einem lässigen Schulterzucken und dem Spruch: „Einer hat Glück, der andere Pech!“ kommentiert wird….. Na hömma, so gehts net….. Aber egal, jetzt isses raus und damit auch wieder gut.

Wir regen uns noch ein bisschen auf und wieder ab und schauen dann im Drinnen-Zelt vorbei, wo zu relativ früher Stunde der Punk abgeht. Also nein, eher der Breakdance-HipHop-BBoy-Battle. Knaller, die Lehrer und Schüler der „Dance Encore“-Tanzschule aus Würzburg liefern eine energiegeladene Show ab. Ein Tanzwettbewerb der ganz anderen Art, Dance Battle, kannte ich vorher nicht. (Wie auch, als es aufkam, war ich zu jung und seit dem hab ich nix mehr davon gehört.) Tänzer tanzen quasi gegen- und irgendwie auch miteinander, da sie ja versuchen müssen, den anderen auszustechen. 

Supercool, athletisch, akrobatisch und untermalt von klasse Musik, einfach nur eine Freude für Augen und Ohren. Und nachdem coole B-Boys aus der Zellerau dabei waren, kannte unsere Begeisterung kaum Grenzen……

Zur Draussen-Bühne zurückgetrudelt, meldet sich der Hunger und der Wunsch nach nem frischen T-Shirt, das, sogleich bedruckt nach dem Essen getragen wird. Danke auch noch mal hierfür, sehr schöne Designs, weiter so.

Nur leider bewahrheitet sich nach dem Essen das altbekannte U&D – Klischee, es fängt an zu regnen, ein bisschen, aushaltbar, aber es wird immer mehr und nachdem die Veranstalter auch die letzte Band des Tages kurzfristig in das Drinnen-Zelt verlegen…. Tja, ich bin einfach zu sehr ein Weichei, auch wenn ich sehr sehr gerne Carolin No gesehen hätte, waren mir die 2,5 Stunden warten im Regen oder im klammen Zelt too much. Daher schliesst mein U&D-Wochenende mit einem ganz herzlichen DANKE an alle, die daran beteiligt waren……

Ohne die Veranstalter, die Techniker, die Securitys, die Getränkeverkäufer, die Zuschauer und – last but not least – die Künstler könnte das U&D nicht das sein, was es ist, und das seit 25 Jahren.

Ein tolles langes Wochenende liegt hinter mir und die Vorfreude auf das kommende Jahr U&D ist auf jeden Fall da!

Kein Abseits…….

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Tag zwei vom Umsonst&Draussen-Festival. Das Wetter hält – immer noch!! Wär ja auch gelacht, beim 25jährigen Jubiläum kein Glück zu haben. Damit gleich mal zur offiziellen Eröffnung und Danksagung durch die Veranstalter und den Oberbürgermeister. Es spricht für die Kooperationsbereitschaft und die grosse Akzeptanz aller Beteiligten und Verantwortlichen, dass das Festival immer noch so erfolgreich ist.

Passend dazu gibt es im Kunstzelt eine Ausstellung über die musikalische Geschichte Würzburgs, von den fünfziger Jahren bis heute. Wer es nicht (mehr) weiss, ja, in Wü gab es auch internationale Acts, die an unterschiedlichen Orten aufgetreten sind, Def Leppard, Guns ´n Roses, Michael Jackson, Elton John….. Kaum zu glauben, aber wahr….

Also doch Provinz auf Weltniveau?! Musikalisch gesehen zumindest ja!

Genau, Musik, darum gehts ja beim U&D, also dann: Nach dem offiziellen Teil zur Drinnen-Bühne und dann BÄM, Polka, ja, Polka, aber wie! Vladiwoodstok covern Rock- und Popsongs im Polkastyle, mit markantem Sänger, der die Stimmung einfach nur ausstrahlt. Grossartig! Facebooksite checken!

Was den Stilmix angeht, so kann auch die HipHop und Rapcombo Mihalys Theorie mithalten, 10 Musiker, Keyboards, Posaunen und eben HipHop, sehr schön.

Danach kamen I<3 Sharks, junger Britelectropop im 80ies Stil, schön untermalt von der Lichttechnik im Zelt. Hier ein Lob, das machen die wirklich toll!

Und weil es auf dem U&D eigentlich auch immer ums Laufen geht, also das Laufen von Bühne zu Bühne, zu Essensbude oder Dixi, laufe ich zur Draussen-Bühne, wo die Ersatzband von Straight Frank schon rockt.

Leider hat das Fussballspiel den Zuschauer-Tribut gefordert und die Frankfurter Jungs motivierten das relativ dünne Publikum nach Kräften. Alex im Westerland spielen die Toten Hosen und die Ärzte so wie man sich eine gute Coverband wünscht, mit viel Spass und Enthusiasmus und, den Vorbildern folgend, das Publikum miteinbeziehend. Für mich eine gute Einstimmung auf das „echte“ Ärzte-Konzert.

Zurückgetippelt ins Drinnen-Zelt kommt trotz der etwas kühlen Temperaturen Südstaatenfeeling auf, nämlich mit Leadbelly Project und für mich wegen der unglaublich markanten Stimme des Sängers. Blues wie er sein soll, melancholisch, traurig, aber unheimlich gefühlvoll.

Genauso klang dann der Tag aus, mit dem wunderbaren Würzburger Spaceman Spiff. Ein Mann, eine Gitarre, eine Stimme und grossartige Texte. Unaufgeregt, feinsinnig und ganz liebevoll spielt und erzählt er. Ein echtes Must-Hear, wers verpasst hat, demnächst im Cairo.

Ich freue mich auf Tag 3 und 4……..

 

 

Geht scho gut los……

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25 Jahre Umsonst&Draussen Festival in Würzburg…. da merkste erst, wie alt du wirklich bist!! Aber, wie jedes Jahr macht es grossen Spass, also meistens….. 

Vielfältigkeit und Abwechslungsreichtum prägen das Festival, auch gestern am Eröffnungstag.

Scallwags, rockigpunkigrotzfrech und Leslie&Clyde, Blues mit intelligenten Texten waren die Highlights des späten Nachmittags. Gefolgt allerdings von meinem persönlichen Must-Hear des Tages, dem Kellerkommando, die eine extrem unterhaltsame Mischung aus Rap, Hiphop, Polka und alten Kirchweihliedern boten und klingen als hätten Seeed und der Familie Popolski eine Sauftour gemacht.

Und doch hatten sich die meisten Wetterenthusiasten zu früh gefreut, ein paar Nieseltröpfchen kann man grade noch wegignorieren, aber als dann die kubanischen Rhythmen der Soneros de Verdad anfingen, gings los. Regen, Regen, Regen, aber wie.

Gut, da hat das U&D ja vorgesorgt, es gibt genug Zelte, in denen man Unterschlupf suchen kann, Gratisplastikumhänge werden verteilt und ausserdem ist es auch noch warm. Ich wusle mich durch zum Zirkuszelt, in dem ein Mann und seine Gitarre das Publikum verzaubern: Andreas Kümmert, ein fränkischer Joe Cocker. Und noch während der letzten Minuten seines Auftritts bricht das Unwetter im wahrsten Sinne draussen los, es giesst wie aus Eimern, es blitzt und donnert und das Zeltdach muss schon abgestützt werden.

Der abgehärterte U&D-Besucher denkt sich weiters nix dabei und wandert zum nächsten Zelt weiter, um doch noch Spaceman Spiff anzuschauen, aber weit gefehlt, wegen Unwetterwarnung werden die Besucher aufgefordert, nach Hause zu gehen.

Alles in allem ein sehr gelungener Auftaktabend, durchgeweicht aber gut gelaunt nach Hause gelaufen, mit diesem Blogeintrag auch die „Arbeit“ abgeliefert und vor allem viel Vorfreude auf die nächsten 3 Tage.

Also, heute auf ein neues, gemeinsam mit den Twitteristi und Bloggerinas, Fotografen, Zuschauern und ganz viel Musik!!

 

Würzburg – (m)ein Wintermärchen….

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Ohrenbetäubender Lärm, Hitze, Stimmung, gutgelaunte Menschen – das empfing mich als ich im November 2011 das erste Mal in der Turnhölle war. Ja, ich war bei einer Sportveranstaltung, Basketball, eine Sportart, die mir bis dato nur als von riesenhaften athletischen Schwarzen und Dirk Nowitzki dominiert und als ziemlich US-typisch vorkam.

Nun sass ich da, brav im Eckchen, bloss nicht auffallen oder stören. Und ich weiss nicht, wie und warum, aber sobald das Licht ausging und der Hallensprecher die Stimmung noch mehr angeheizt hat, hat es mich gerissen. Das Spiel geht an und BÄM, ich war begeistert, sofort lokalpatriotisch und hab frenetisch jeden Korb bejubelt. Beim Halbzeitpausenzigarettchen dann die heissgeklatschten Hände abgekühlt und meiner neuen Begeisterung freien Lauf gelassen, herrlich!!

Natürlich, ich bin ein typisches Mädchen, was Sport angeht, die hübschen Spieler sind es, die für mich das Spiel ansehnlich machen….. #hach

Und es ging weiter, ich suchte jede mögliche und unmögliche Gelegenheit, Spiele anzuschauen, Twitter mitzulesen und so weiter. Dass die Baskets die Saison unter den Top 10 der Basketballmannschaften meisterten, in die Playoffs einzogen und auch noch einen der bisherigen Spitzenvereine im Viertelfinale ausschalten konnten, war einfach nur grossartig, ein knappes halbes Jahr im Sieges- und Freudenrausch.

Umso ernüchternder trafen mich dann die Nachrichten von überstürzten Spielerkündigungen und der Trainerentlassung, was auf hinter den Kulissen schwelende Konflikte hindeutet. Klar heisst Fan sein, das Spiel zu sehen, sich über Siege zu freuen, Niederlagen zu bedauern, MerchandiseArtikel kaufen und so weiter.

Profisport hingegen folgt eigenen Gesetzen, da geht es um Geld, Werbeetats, Sponsoren, Spielerverträge etc. Da haben Herzblut, Begeisterung, und das Gefühl, dass es genau so weitergehen sollte, wenig zu suchen.

Was mir bleibt ist das wachsende Interesse an einem (für mich) komplizierten, schnellen Spiel, die Freude auf eine hoffentlich weitere erfolgreiche Saison und die schönen Erinnerungen.

Da ich ja immer noch in einem sportaffinen Umfeld (= Stammtisch) unterwegs bin und auch die Finalspiele weiterverfolge, wird das wohl noch ein bisschen anhalten.

Fazit für mich: Danke an Patrick, der genau gewusst hat, dass ich in genau dem Moment den Kopf freikriegen musste und mich abgelenkt hat. Danke auch an Heidi, deren flinke Zauberfinger auch zu unmöglichsten Gelegenheiten Karten organisieren können. Danke an Anja, deren Tweets jedes Spiel nicht nur fachlich, sondern auch humorvoll kommentieren. Danke aber auch an die Baskets, die mir in einer traurigen Zeit immer Freude, Lachen und Begeisterung gebracht haben.

 

Bei Ferrari Rocher muss ich immer Nissan…..

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Willy Astor in Würzburg, im CCW!! Muss ich noch mehr sagen?? Ja, na gut, jetzt hab ich den Blog schon angefangen… 

Der Wortakrobat vom Hasenbergl gab sich und vor allem uns die Ehre. Die Franken sind ihm sogar ein eigenes Lied wert, ich sach nur „Domadndordellini in der Dubberdosn!“  Mit dem Programm zum neuen Album „Nachlachende Frohstoffe“ tourt er durch Deutschland. Danke hierfür!! Nachdem das heute das dritte Mal war, dass ich ihn gesehen habe und definitiv mehr als einen Gag fast  auswendig mitsprechen konnte, fällt der Post natürlich sehr positiv aus… Ich hoffe mal, der Rööö sieht es nicht anders, wir haben, denke ich beide sehr herzlich gelacht… Leider hat der Herr Astor den Erfolg vom FC Bayern München nicht mit dem Tourplan koordinieren können und bat daher das Publikum um Updates vom Spiel… na gottseidank hat Bayern dank Ribery und ich vermute mal Gomez gewonnen…. Kleiner Erfolg am Rande, das Gegentor hat der gute Herr Ozil reingemacht… der Schlingel… 

Wer Willy Astor kennt, weiss, dass sich der Humor seiner Wortspiele auf dem schmalen Grat zwischen feinsinnig und durchdacht und brachial-zotig bewegt… Ich stell mir grad den Röö vor, der morgen beim Bäcker was von Kaulquappensocken vor sich her trällert… Oder auch mich selbst, wenn ich morgen bei der Hausordnung (Kehrwoche) was vom Froschfotzenleder murmle… 

Doch Astor kann auch anders, er ist ein wirklich begnadeter Musiker, was er in seinem Zweitprojekt „Sounds of Islands“ sehr gut unter Beweis stellt, ein Teil des Programms besteht auch aus einer solchen Zugabe („Nautilus“ – reinhören!). A propos Zugabe, ne knappe Stunde Zugabe, da sagste nix mehr…

Was Astor für die meisten Zuschauer, also auch den Rööö et moi, etwas suspekt macht, ist seine Vorliebe, in den ersten Reihen fröhlich mit dem Publikum zu plaudern und so charmante  Sätze wie: „Das Oberteil sollten sie behalten, das kommt wieder mal in Mode!“ loszulassen… Diesmal allerdings hat er es sowas von getroffen…. Sitzt doch in der ersten Reihe eine Mitarbeiterin einer der bekanntesten, wenn nicht DER bekanntesten Discothek in Wü mit ihrem „Cousin“, was Astor zu einer Überlegung über Geschwisterliebe anregt… Nein, es geht noch weiter, das Musikspektrum abgefragt (Techno – oder wie schreibt man das nochmal?) bemüht Astor sein funkelnagelneues Keyboard, bei dem sich jeder fragt (also ich…), ob da der Lambada auch drauf ist…. 😉 … Und zaubert aus dem Ding die dollsten Rhythmen… Unglaublich witzig.. 

Egal, Astor gibt sich Mühe, seinem Publikum ausser den alltagserhellenden Albernheiten auch noch lebenspraktisches mit auf den Weg zu geben: Was muss Mann tun, um ein schönes Leben zu haben??

Einfach, aber genial: „Happy Wife, Happy Life!“ – oder anders, wenn der Mann die Olle glücklich macht, gehts ihm auch gut…. 😉 

Tja, again what learned….. 

Wie auch immer, es war einfach ein sehr sehr lustiges, unterhaltsames Programm, wie man es von Astor kennt, Wortspielereien, die geklauten Hits, die schöne Musik, das Mit-Einbeziehen des Publikums… alles wie gewohnt, und doch neu, bekannt und unbekannt gleichzeitig… 

Wer Astor nicht kennt, sollte sich zumindest ein paar Sachen anhören, aber: hin-hören ist angesagt. Wer ihn kennt, dem sei gesagt, er / sie hat was verpasst!! (CD ist m.E. kaufenswert)

Ich schliesse mit einem herzlichen „Pffff!“ 

 

Hallo ihr Pimpfe!!

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Hallo ihr Pimpfe!!

Doppelte Portion Nazis an diesem Freitag, den 13. Oder so?? Nun ja, sollte wohl so sein. 

Also, Nazis in Space, on the dark side of the moon?? Klingt absurd, ist aber so, zumindest in einem grandios lustigen Film eines finnischen Regisseurs, Timo Vuorensola. Und gottseidank schafft es Vuorensola, die Nazis mitsamt der ganzen Ideologie so der Lächerlichkeit preiszugeben, dass sich der Kinobesucher kaum noch vor Lachen halten kann. Indem er den Nachrichtenstabsunteroffizier (oder so) Adler und die herrlich naive Renate Richter (Drehbuch basiert auf einem Roman, sollte man sich reinziehen, der Fakten wegen) die Wiederwahlpropaganda für die Präsidentin der Vereinigten Staaten der Amerikas, die übrigens einer Sarah Palin nicht ganz unähnlich ist, machen lässt, führt er dem Zuschauer den manchmal nötigen Spiegel vor Augen…. 

Wie eine Mitkinogängerin treffend bemerkte, dürfte der Film in den USA nach einem Tag abgesetzt werden, was nicht nur für die Humorlosigkeit der Amerikaner spräche, sondern auch… naja, lassen wir das…. 

Fazit zum Film: ANSCHAUEN!! LACHEN!!! (und ein bisschen nachdenken…. ) 

Aber zum eigentlichen Anstoss des Blogposts: Heut uffe Erbett. Also, ich wusste jetzt ja schon seit ein paar Jährchen, dass unser Kundenklientel, nun, wie sag ichs möglichst neutral, zum Teil geistig herausgefordert ist. Aber was heute passiert ist, hat mir persönlich echt den Vogel rausgehauen.

Nun, es war eine Situation, wie sie mir täglich passieren könnte, aber dann total abgedriftet ist. Ein Kunde findet ein 2-Centstück, das wahrscheinlich einem anderen Kunden heruntergefallen ist, und reicht es mir mit den Worten: „Für die kleinen Negerkinder!“ Nachdem ich meinen vor Entsetzen offen stehenden Mund wieder geschlossen habe, erwidere ich nur – und da kann ich mich nur mit Mühe zurückhalten: „So etwas sagt man nicht!“ Woraufhin besagter Kunde nur lässig mit Blick auf den nachfolgenden Kunden meint: „Ist net gegen dich!“ Tja, der geneigte Leser kann nur vermuten, ja genau, der nachfolgende Kunde ist ein Schwarzer, ein Afrikaner, ein Afroamerikaner, wie man ihn auch immer nennen mag, er kann und müsste sich so dermassen angegriffen und beleidigt fühlen, dass ich an seiner Stelle dem Landkreisnazi eins auf die Nase gegeben hätte. 

Als ich dann so neutral wie möglich (ich darf mich ja auch net im Ton vergreifen) den Landkreisnazi hinweise, dass seine Bemerkung beleidigend und verletzend sei, ist er auch recht flott verschwunden. 

Ich blieb dann mit weiter offenem Mund (ja, meine Freunde wissen, dass das ohne dass was rauskommt ungewöhnlich ist) sitzen, entschuldige mich bei dem Schwarzen, obwohl das erstens nicht mein Job ist und zweitens so total affig rüberkommt.

Und was mir bleibt ist das innerliche Kopfschütteln über diesen grausig anmutenden alltäglichen (???) Rassismus, die Erkenntnis, dass egal was wir tun, wie aufgeklärt wir sein mögen, es immer noch/wieder Menschen geben wird, die andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihres Was-auch-immer verurteilen und vor allem leider be-urteilen werden. 

Ach ja, Sätzchen zum Schluss! Ich will nicht in einem Land oder auch einer Stadt leben müssen, in der solche Bemerkungen unkommentiert bleiben!! Ich will, dass rassistische und anti-semitische oder anti-was-auch-immer Bemerkungen verurteilt werden für das was sie sind: menschenverachtend und verletzend. 

So, und jetzt sollten bitte alle Dumpfbacken und Dummdödel aus der Stadt und dem Landkreis ins Kino, aber ZACKZACK!!!