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Amen, Brothers and Sisters

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Tag 4 U&D Würzburg….. und nachdem ich – ehrlich gesagt – Samstag abend ein bisschen geschwächelt habe und einen gemütlichen Abend auf dem Soffa mit Rhabarberkuchen geniessen konnte, war ich Sonntag aber schon früh da.

Genauer gesagt zur Musikmesse, die in diesem Jahr musikalisch vom Chor „New Future“ gestaltet wurde, der – Lokalpatriotismus! – aus der Zellerauer Gemeinde Heiligkreuz kommt. Gut, ich muss dazu sagen, dass ich irgendwie auf Gospelmusik eingestellt war und mich zunächst ihre Art der Darbietung überrascht hat. Aber sie haben sich warm gesungen und den Gottesdienst sehr stimmig untermalt.

Auch die ökumenische Gestaltung des Gottesdienstes hat mich sehr angesprochen, auch wenn ich manche Elemente lieber konkreter und mehr auf den Punkt gebracht hätte haben wollen, aber hier ist nicht der Platz für theologisches Rumgefiesel. Es ist prinzipiell schon mal ein ganz tolles Konzept, auf dem U&D morgens eine Art „Programm“ anzubieten, und wenn das auch einen Gottesdienst mit einschliesst ist die Theologin in mir sehr zufrieden, weil es die Menschen genau da anspricht, wo sie im Leben stehen.

Für diejenigen, die lieber das Festival in entspannterer, nichtreligiöser Atmosphäre geniessen wollten, gab es das Musikpicknick, in diesem Jahr von ganz aussergewöhnlich eigenartiger (und das ist absolut positiv gemeint) Musik untermalt. Die Band „Zwiebeldirn“ singt, lt. meiner Begleitung „G´stanzl“, was offensichtlich volkstümliche Themen und Rhythmen beschreibt, die aber unerwartete Wendungen und Geschichten beinhalten und in der für fränkische Ohren (hört, hört) unverständlichen Sprache einfach nur hinreissend waren.

So „früh“ am Tag braucht Mensch aber erst mal nen Kaffee, zum Wachwerden und überhaupt. Ab ins Kunstzelt zur EspressoVersuchung. Ja, denkste, schnell Kaffee, von wegen. Nur soviel dazu, wenn 4 Menschen hinter einer Theke stehen, vor der sich lange Schlangen bilden, ist es NICHT förderlich, wenn eine Person sämtliche Bestellungen entgegen nehmen muss und die anderen drei Unterteller von links nach rechts heben. Zudem, zwei Leute zahlen für zwei Latte Macchiatio je zwei Euro und bekommen zwei unterschiedlich grosse Gläser, was mit einem lässigen Schulterzucken und dem Spruch: „Einer hat Glück, der andere Pech!“ kommentiert wird….. Na hömma, so gehts net….. Aber egal, jetzt isses raus und damit auch wieder gut.

Wir regen uns noch ein bisschen auf und wieder ab und schauen dann im Drinnen-Zelt vorbei, wo zu relativ früher Stunde der Punk abgeht. Also nein, eher der Breakdance-HipHop-BBoy-Battle. Knaller, die Lehrer und Schüler der „Dance Encore“-Tanzschule aus Würzburg liefern eine energiegeladene Show ab. Ein Tanzwettbewerb der ganz anderen Art, Dance Battle, kannte ich vorher nicht. (Wie auch, als es aufkam, war ich zu jung und seit dem hab ich nix mehr davon gehört.) Tänzer tanzen quasi gegen- und irgendwie auch miteinander, da sie ja versuchen müssen, den anderen auszustechen. 

Supercool, athletisch, akrobatisch und untermalt von klasse Musik, einfach nur eine Freude für Augen und Ohren. Und nachdem coole B-Boys aus der Zellerau dabei waren, kannte unsere Begeisterung kaum Grenzen……

Zur Draussen-Bühne zurückgetrudelt, meldet sich der Hunger und der Wunsch nach nem frischen T-Shirt, das, sogleich bedruckt nach dem Essen getragen wird. Danke auch noch mal hierfür, sehr schöne Designs, weiter so.

Nur leider bewahrheitet sich nach dem Essen das altbekannte U&D – Klischee, es fängt an zu regnen, ein bisschen, aushaltbar, aber es wird immer mehr und nachdem die Veranstalter auch die letzte Band des Tages kurzfristig in das Drinnen-Zelt verlegen…. Tja, ich bin einfach zu sehr ein Weichei, auch wenn ich sehr sehr gerne Carolin No gesehen hätte, waren mir die 2,5 Stunden warten im Regen oder im klammen Zelt too much. Daher schliesst mein U&D-Wochenende mit einem ganz herzlichen DANKE an alle, die daran beteiligt waren……

Ohne die Veranstalter, die Techniker, die Securitys, die Getränkeverkäufer, die Zuschauer und – last but not least – die Künstler könnte das U&D nicht das sein, was es ist, und das seit 25 Jahren.

Ein tolles langes Wochenende liegt hinter mir und die Vorfreude auf das kommende Jahr U&D ist auf jeden Fall da!

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Über terebinthe

Theologin, Stephen-King-Leserin, Fashionaddict, Nagellack, Brille

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