RSS-Feed

Würzburg – (m)ein Wintermärchen….

Veröffentlicht am

Ohrenbetäubender Lärm, Hitze, Stimmung, gutgelaunte Menschen – das empfing mich als ich im November 2011 das erste Mal in der Turnhölle war. Ja, ich war bei einer Sportveranstaltung, Basketball, eine Sportart, die mir bis dato nur als von riesenhaften athletischen Schwarzen und Dirk Nowitzki dominiert und als ziemlich US-typisch vorkam.

Nun sass ich da, brav im Eckchen, bloss nicht auffallen oder stören. Und ich weiss nicht, wie und warum, aber sobald das Licht ausging und der Hallensprecher die Stimmung noch mehr angeheizt hat, hat es mich gerissen. Das Spiel geht an und BÄM, ich war begeistert, sofort lokalpatriotisch und hab frenetisch jeden Korb bejubelt. Beim Halbzeitpausenzigarettchen dann die heissgeklatschten Hände abgekühlt und meiner neuen Begeisterung freien Lauf gelassen, herrlich!!

Natürlich, ich bin ein typisches Mädchen, was Sport angeht, die hübschen Spieler sind es, die für mich das Spiel ansehnlich machen….. #hach

Und es ging weiter, ich suchte jede mögliche und unmögliche Gelegenheit, Spiele anzuschauen, Twitter mitzulesen und so weiter. Dass die Baskets die Saison unter den Top 10 der Basketballmannschaften meisterten, in die Playoffs einzogen und auch noch einen der bisherigen Spitzenvereine im Viertelfinale ausschalten konnten, war einfach nur grossartig, ein knappes halbes Jahr im Sieges- und Freudenrausch.

Umso ernüchternder trafen mich dann die Nachrichten von überstürzten Spielerkündigungen und der Trainerentlassung, was auf hinter den Kulissen schwelende Konflikte hindeutet. Klar heisst Fan sein, das Spiel zu sehen, sich über Siege zu freuen, Niederlagen zu bedauern, MerchandiseArtikel kaufen und so weiter.

Profisport hingegen folgt eigenen Gesetzen, da geht es um Geld, Werbeetats, Sponsoren, Spielerverträge etc. Da haben Herzblut, Begeisterung, und das Gefühl, dass es genau so weitergehen sollte, wenig zu suchen.

Was mir bleibt ist das wachsende Interesse an einem (für mich) komplizierten, schnellen Spiel, die Freude auf eine hoffentlich weitere erfolgreiche Saison und die schönen Erinnerungen.

Da ich ja immer noch in einem sportaffinen Umfeld (= Stammtisch) unterwegs bin und auch die Finalspiele weiterverfolge, wird das wohl noch ein bisschen anhalten.

Fazit für mich: Danke an Patrick, der genau gewusst hat, dass ich in genau dem Moment den Kopf freikriegen musste und mich abgelenkt hat. Danke auch an Heidi, deren flinke Zauberfinger auch zu unmöglichsten Gelegenheiten Karten organisieren können. Danke an Anja, deren Tweets jedes Spiel nicht nur fachlich, sondern auch humorvoll kommentieren. Danke aber auch an die Baskets, die mir in einer traurigen Zeit immer Freude, Lachen und Begeisterung gebracht haben.

 

Advertisements

Über terebinthe

Theologin, Stephen-King-Leserin, Fashionaddict, Nagellack, Brille

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: